U17-Juniorinnen

Fußballerin Saskia Matheis will Deutschland bei U17-WM zum Erfolg kicken

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U17-Nationalspielerin Saskia Matheis auf dem Trainingsgelände des FFC Frankfurt.

Region Rhein-Main – Schon seit ihrem dritten Lebensjahr kommt Saskia Matheis nicht weg vom runden Leder. Heute ist sie erfahrene U17-Nationalspielerin und bereitet sich auf die WM in Costa Rica vor. Von Fabienne Seibel 

Nachdem die U17-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr die Europameisterschaft gewann, hofft Saskia Matheis jetzt auf Erfolg bei der Weltmeisterschaft vom 15. März bis zum 4. April in Costa Rica. Für sie wäre es die erste WM im Nationaltrikot. „Wir wollen weit oben mitspielen, haben aber mit Kanada, Ghana und Korea  eine schwierige Gruppe erwischt. Die Stärken dieser Teams liegen vor allem im physischen Bereich. Wir müssen körperlich dagegen halten.“ Doch schon in den kommenden Wochen muss sich die 16-Jährige gegen ihre Mannschaftskameradinnen durchsetzen, denn noch steht nicht fest, wer von den 26 Spielerinnen in Costa Rica auf dem Platz stehen wird. Mit ihrer Beidfüßigkeit, Schnelligkeit und ihren gut platzierten Pässen will Matheis Nationaltrainerin Anouschka Bernhard überzeugen, sie in Costa Rica bei 35 Grad aufs Feld zu schicken. Dann würde sie vom zentralen Mittelfeld die Bälle verteilen und die Mannschaft mit ihrer Spielübersicht unterstützen. „Ich will vor allem Erfahrung sammeln, Spaß haben und mich so gut es geht durchboxen.“ Der bisherige Favorit aus den USA hat sich nicht für die WM qualifiziert, so dass der Ausgang des Turniers offen ist. Bei der EM in England gelang es Matheis nicht, ein Tor zu schießen, doch in Costa Rica will sie den Ball im Netz versenken. „Ich schieße gerne ungewöhnliche Tore aus schwierigen Positionen.“

Steigerung immer möglich

Die Dreieicherin, die beim FFC Frankfurt in der Zweiten Bundesliga spielt, hat für ihr Alter schon viel erreicht, doch sie kriegt nicht genug vom runden Leder. „Man kann sich immer steigern. Ich möchte beim FFC den Schritt ins Bundesliga-Team schaffen und eines Tages in der A-Nationalmannschaft zu spielen wäre natürlich super.“ Mit der bisher eher mittelmäßigen Saison-Leistung der zweiten Mannschaft des FFC ist Matheis zufrieden: „Wir sind eine sehr junge Mannschaft, unser Altersschnitt liegt bei 18 Jahren. Meistens müssen wir gegen Mannschaften spielen, deren Spielerinnen fünf, sechs Jahre älter sind. Dafür ist unsere Leistung nicht schlecht.“

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Der Preis für ihr intensives Hobby ist hoch: Kaum Zeit für Familie und Freunde und auch in der Schule muss sich die 16-Jährige durchkämpfen. „Im vergangenen Halbjahr hatte ich 111 Fehlstunden. Ich habe aber viel Unterstützung. Meine Tutorin holt regelmäßig mit mir den verpassten Schulstoff nach und Freundinnen schreiben im Unterricht für mich mit.“ Trotzdem ist es schwierig, nicht den Anschluss zu verlieren. „Auf Turnieren habe ich meistens Schulsachen mit, die ich aufarbeiten muss. In den Winterferien habe ich die ganze Zeit gelernt. Manchmal ist das nervig, aber die Mühe ist es wert.“ Angst, ihre Jugend wegen des Fußballs zu verpassen, hat Matheis nicht. „Ich bin beim Fußball viel mit Gleichaltrigen zusammen und wir haben Spaß. Außerdem lässt es sich auch organisieren, mal mit Freundinnen etwas zu unternehmen. Die richten sich aber meistens nach mir, sonst wäre das schwierig.“

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