Runden klotzen für den guten Zweck

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Laufen für den guten Zweck: Helmut Jung und sein Team nehmen auch in diesem Jahr am 24-Stunden-Benefiz-Lauf in Dudenhofen teil.

Rodgau – 1634 Runden hat Helmut Jung auf der Aschenbahn des TSV Dudenhofen gedreht – jede einzelne für einen guten Zweck. Der Jügesheimer gehört mit seinen 20 Teilnahmen zu den Urgesteinen beim 24-Stunden-Benefiz-Lauf. Auch am kommenden Wochenende, 8. und 9. September, ist er wieder dabei. Von Norman Körtge

Mehr Runden wird Helmut Jung aber wahrscheinlich nicht mehr erlaufen. Es zwickt und zwackt an verschiedenen Stellen, aber für den guten Zweck wird sich der 60-Jährige am kommenden Wochenende wieder 24 Stunden aufopferungsvoll um sein Team kümmern: Die Rodgauer Montagsläufer. Jung weiß nur zu gut, dass die Leistung auf der Aschenbahn von der Betreuung und Unterstützung am Rand abhängt.

1634 Runden hat er hinter sich

Von 1987 bis 2011 hat der erfahrene Marathon- und 100-Kilometerläufer 20 Mal mit den Montagsläufern an dem Benefizlauf teilgenommen, der vom Verein „Gemeinsam mit Behinderten“ organisiert wird. 1634 Runden beziehungsweise 653,6 Kilometer hat er zurückgelegt, in seinem besten Jahr waren es in den 24 Stunden 95 Runden. Nicht gemütlich gejoggt, sondern mit Tempo.

In all den Jahren haben er und die Mon- tagsläufer – die Mitglieder der losen Rodgauer Laufgruppe treffen sich immer montags zum Joggen und Geburtstage der Gruppenmitglieder werden stets an einem Montag gefeiert – reichlich Erfahrung gesammelt und eine Taktik ausgearbeitet.

Rennen durch die Nacht

Nach dem Start am Samstag um zwölf Uhr rennen die zehn Teammitglieder nacheinander immer eine der 400-Meter-Runden mit dem Staffelstab, der einen elektronischen Chip enthält. Bis 18.30 Uhr geht das so. „Ich bilde im Vorfeld bereits Laufpaare. Die sollten immer etwa gleich laufstark sein“, berichtet Jung. Diese fünf Paare legen dann von 18.30 Uhr bis zehn Uhr am Sonntagvormittag jeweils 30-Minuten-Schichten ein. Heißt: Eine halbe Stunde lang laufen sie jeweils abwechselnd eine Runde. Anschließend hat das Duo dann zwei Stunden Pause bis zum nächsten Einsatz. Ab zehn Uhr laufen dann wieder alle nacheinander. „Da gibt jeder noch mal alles“, weiß Jung.

Zwei Tipps gibt Helmut Jung noch: Die Läufer sollten, wenn sie eine längere Pause haben, erst was Essen und sich dann erst frisch machen und ausruhen. Denn wer zu spät isst, hat dann bis zum nächsten Einsatz nicht die eigenen Energiespeicher aufgefüllt und es droht ein Hungerast. Viel Trinken, egal bei welcher Temperatur, ist ebenfalls wichtig.

Ehrenrunde mit einem Lächeln

Und wenn dann nach 24 Stunden alles vorbei und die Ehrenrunde absolviert ist, rücken die zurückliegenden Strapazen in den Hintergrund. Bei den geselligen Montagsläufern ist das allerdings Programm. „Die Mannschaft lacht immer“, gibt Jung die Parole aus.

Insgesamt sind in diesem Jahr 47 Mannschaften, davon fünf Einzelläufer und eine Rollstuhlfahrin, am Start.

Alle Infos unter : www. 24hlauf.de.

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