Start in die Rückrunde

Mission Heimsieg: Eintracht spielt mit falscher Neun

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Jan Rosenthal (rechts) behauptet den Ball im Testspiel gegen Krakau. Ballsicherheit erwartet Trainer Armin Veh von seinem Schützling auch  gegen Hertha BSC Berlin.

Frankfurt – Die Eintracht steigt am Samstag ab 18. 30 Uhr in die Rückrunde ein. Trainer Armin Veh  hofft nicht nur auf konditionell stärkere Spieler, sondern will das Spiel seiner Mannschaft auch variantenreicher gestalten. Von Axel Grysczyk 

Am Samstag soll der peinliche 1:6-Saisonauftakt im Rückspiel gegen die Hertha aus Berlin wettgemacht werden. Dafür hat die Eintracht in der Winterpause hart trainiert. Denn der Coach hatte eingestanden, dass gerade in der Hinrunde das eine oder andere Mal in der Schlussphase die Kondition nicht gereicht hat.

Darüber hinaus hat er angekündigt, in der Offensive variantenreicher zu agieren. Dabei spielt der Kroate Srdjan Lakic überhaupt keine Rolle mehr. Als Top-Angreifer gilt nun der Spanier Joselu. Er ist eine Option, wenn die SGE offensiver agieren möchte. Denn häufiger will der Coach in der Rückrunde auch mit einer sogenannten falschen Neun agieren. Das heißt, ein eigentlicher Mittelfeldspieler stößt in die Sturmspitze. Die Rolle wird wohl Jan Rosenthal übernehmen. Der Ex-Freiburger ist der Gewinner des Trainingslagers in Abu Dhabi. Hinter Rosenthal agieren soll bei dieser Strategie Alex Meier. Diese Formation in der Offensive hat beim 2:0-Sieg der Frankfurter im Test gegen Wisla Krakau überzeugt.

Der Mitte August für 3,2 Millionen Euro von Sparta Prag zur SGE gewechselte Vaclav Kadlec spielt in den Offensiv-Überlegungen des Trainers neuerdings eine weniger wichtigere Rolle. In der Hinrunde galt er oft als gesetzt, hatte aber zum Schluss seinen Platz gegen den Torgaranten Joselu verloren.

Rotation wegen Dreifachbelastung

Und trotzdem sind viele Varianten möglich. Denn Veh hat angekündigt, dass er oft rotieren möchte. Er habe gesehen, dass nicht alle Spieler mit der Dreifachbelastung aus Pokal, Bundesliga und Europapokal zurecht kommen.

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Gegen Berlin sollen auch die Flügelspieler der vergangenen so erfolgreichen Saison wieder wirbeln. Stefan Aigner und der zuletzt formschwache Takashi Inui haben die Aufgabe, wieder mehr Tempo ins Spiel zu bringen. Dazu rückt Marco Russ in die Innenverteidigung. Er vertritt den angeschlagenen Bamba Anderson. Veh ist begeistert von der Einstellung von Russ. Der würde sich nicht so schnell von irgendetwas umhauen lassen. Auf der linken Abwehrseite wird Constant Djakpa den immer noch an der Achillessehne verletzten Bastian Oczipka vertreten.

Bei Niederlage droht endgültig der Abstiegskampf

Eins steht fest: Verliert die Eintracht heute ist der zuletzt versprühte Optimismus sofort weg. Dann dürfte auch dem Letzten in der Mainmetropole klar sein, dass in der Rückrunde harter Abstiegskampf angesagt ist. Gerade im heimischen Stadion sind in der Hinrunde den Adlern zu viele Punkte durch die Lappen gegangen.

Noch immer warten die Fans auf den ersten Heimsieg in dieser Saison. Doch wie erfolgreich die Truppe von Armin Veh agiert, hängt auch davon ab, wie sehr die Eintracht vom Verletzungspech verschont bleibt. Fallen wie in der Hinrunde Leistungsträger wie Kapitän Pirmin Schwegler oder Torjäger Alex Meier aus, kommt der Eintracht-Express sofort ins Stocken. Bleibt zu hoffen, dass Sebastian Rode oder Takashi Inui ihre Formschwankungen überwunden haben. Dann dürfte die SGE sich schon bald vom Tabellenende entfernen. Gegen die Hertha könnte die Mannschaft den Anfang machen.

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