Höhen und Tiefen der Frankfurter in der Bundesliga

Rückblick: Das Eintracht-Jahr 2013

+
Höhepunkt des Jahres 2013: Mit dem Spiel gegen Wolfsburg im Mai schaffte die Eintracht den Einzug in die Europa League und feierte dies ausgiebig im eigenen Stadion mit den jubelnden Fans.

Frankfurt - Nach dem Traumjahr 2012 mit dem Bundesliga-Aufstieg und der tollen Vorrunde war 2013 für Eintracht Frankfurt durchwachsen. Zwar rettete man sich nach schwächerer Rückrunde in die Europa League, aber in der Vorrunde der aktuellen Saison lief’s nicht so gut. Von Manfred Schäfer 

Januar: Es fing schon schlecht an. Beim Frankfurter Hallenturnier gab’s ausgerechnet gegen Kickers Offenbach nur ein 2:2. Die Eintracht wurde nur Dritter und die Kickers gewannen das Turnier. Zum Rückrundenstart gab’s ein 1:3 in Leverkusen und dann ein 2:1 gegen Hoffenheim. Kurz vor Transferschluss wurde Srjdan Lakic aus Wolfsburg geholt.

Februar: Was für ein Einstand von Lakic. Beim 2:0 in Hamburg traf der neue Stürmer gleich zweimal. Es sollten die letzten Eintracht-Tore bis zum 17. März sein. Im ganzen Februar gab’s dann nur noch zwei Punkte, jeweils 0:0 gegen Nürnberg und in Freiburg. Dazwischen eine 0:3-Klatsche in Dortmund. Trotz allem hielt sich die Eintracht immer auf einem Europa League-Platz.

Armin Veh feiert den Sieg in Bordeaux mit den mitgereisten Fans.

März:  Der März begann wie der Februar geendet hatte. Keine Tore für die Eintracht. Einem 0:1 in Mönchengladbach folgte ein mageres 0:0 zu Hause gegen Hannover. Dann endlich mal wieder ein Tor, durch Aigner, aber trotzdem ein 1:2 gegen den VfB Stuttgart. Es dauerte bis zum 31. März, bis man endlich mal wieder einen Sieg bejubeln konnte – 3:2 beim späteren Absteiger Greuther Fürth, der kein einziges Heimspiel gewann.

April: Der April begann mit zwei Pleiten gegen Bayern München 0:1 und in Augsburg 0:2. Plötzlich war die Europa League in Gefahr. Eintracht Frankfurt zwar noch Sechster, aber nur noch ein Punkt Vorsprung vor Mönchengladbach und dem HSV. Aufatmen nach dem 1:0 gegen Schalke und dem 0:0 in Mainz.

Mai: Der Monat der Entscheidung. Schafft Aufsteiger Eintracht den Sprung in die Europa League? Nach dem 3:1 gegen Düsseldorf hätte man in Bremen schon alles klar machen können, aber es reichte nur zu einem 1:1. Showdown gegen Wolfsburg. Ein Punkt musste noch her. Aber nach 19 Minuten stand’s 0:2. Meier und ein Eigentor von Rodriguez in der letzten Minute sorgten für das Happy End. 51.500 Fans feierten den Einzug nach Europa.

Juni: Nach gut fünf Wochen Urlaub startete die Eintracht am 26. Juni in die neue Saison. 1000 Fans wollten das erste Training der neuen Mannschaft sehen. Neben Marco Russ, der vorher von Wolfsburg nur ausgeliehen war, präsentierte man die Neuzugänge Jan Rosenthal, Johannes Flum (beide Freiburg) und Torhüter Felix Wiedwald (Duisburg). Am 30. Juni ging’s ins erste Trainingslager nach Feldkirchen (Österreich).

Juli: Am 2. Juli traf die neue Sturmhoffnung Joselu (ausgeliehen aus Hoffenheim) im Trainingslager ein. Weitere Neuzugänge waren Bakalorz und Schröck. In einem zweiten Trainingslager in Längenfeld (Österreich) gab’s den Feinschliff.

August: Frankfurt startete mit einem 2:0 im Pokal in Illertissen erfolgreich in die neue Saison. Dann aber der Bundesliga-Auftakt. Das 1:6 bei Aufsteiger Hertha BSC war ein Schock. Besser war es schon beim 0:1 gegen die Bayern und richtig gut beim 2:0 in Braunschweig. Mit 2:0 und 2:1 gegen Karabach (Aserbaidschan) erreichte die Eintracht die Gruppenphase der Europa League. Zum Transferschluss (31. August) kam Wunschstürmer Vaclav Kadlec.

September: Es ging durchwachsen weiter. Beim 1:2 gegen Dortmund und 3:0 in Bremen erzielte Kadlec drei Tore. Es folgte ein 1:1 in Stuttgart. Aber dann begann die Seuche der letzten zehn Minuten. Beim 2:2 gegen Hamburg fiel der Ausgleich in der 86. Minute. Dafür gelang der Start in der Europa League (3:0 gegen Bordeaux). Im Pokal wurde durch ein 2:0 gegen Bochum die dritte Runde erreicht.

Oktober: Jetzt ging die Seuche richtig los. Freiburg glich beim 1:1 in der 85. Minute aus, Nürnberg beim 1:1 in der 86. Tiefpunkt: Das 1:4 in Mönchengladbach. Dafür lief’s weiter in der Europa League: 3:0 in Nikosia und 2:0 gegen Tel Aviv.

November: Ein weiterer Monat ohne Sieg und wieder die späten Tore. Das 1:2 gegen Wolfsburg fiel in der 82. Minute, das 0:1 in Mainz in der 88. Beim 3:3 gegen Schalke glich der Gegner in der 86. Minute aus. Dazu die erste Pleite in der Europa League (2:4 in Tel Aviv). Durch das 1:0 in Bordeaux aber das Weiterkommen.

Dezember: Die Tiefpunkte: Nach schwachen Leistungen gab’s ein 0:2 in Hannover und ein 1:2 gegen Hoffenheim. Die Erlösung: Das 1:0 beim Zweitplatzierten in Leverkusen war der erste Sieg nach zehn sieglosen Spielen. Es folgte ein 1:1 gegen Augsburg. Die Eintracht geht mit 15 Punkten in die Winterpause. Und sie überwintert im Pokal nach dem 4:2 gegen Sandhausen und in der Europa League nach dem 2:0 gegen Nikosia. Weiter geht’s am 5. Januar mit dem Frankfurter Hallenturnier.

Mehr zum Thema

Kommentare