Roßdörfer möchte Hauptstädter ärgern

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Schmeißt dieser Roßdörfer die Hauptstädter aus dem DFB-Pokal? Daniel Toch und Wormatia Worms versuchen es.

Roßdorf/Worms – David gegen Goliath – auch von diesem Vergleich lebt der Fußball. Das gilt insbesondere für den DFB-Pokal, der am kommenden Wochenende wieder seine erste Runde erlebt. Mit dabei: Der Roßdörfer Daniele Toch. Von Jens Dörr

Der Profi-Fußballer, der schon beim Karlsruher SC und Darmstadt 98 spielte, kickt nun in Worms. Mit der dortigen Wormatia tritt er nächsten Sonntag, 19. August, gegen Hertha BSC an und will nichts weniger als die Hauptstadt stürzen.

„Das Umfeld in Worms ist überragend, die Erwartung steigt“, sagt Daniele Toch. Denn der Viertligist aus dem südöstlichen Rheinland-Pfalz hat Großes vor. In der Regionalliga will das praktisch reine Profi-Team ans Tor von Liga drei klopfen und mittelfristig zu den Darmstädter „Lilien“ und den Offenbacher Kickers aufschließen. Unmöglich erscheint das nicht, wenngleich in der Regionalliga Südwest die ersten beiden lediglich Relegationsspiele bestreiten dürfen und es keinen direkten Aufsteiger gibt.

Unmöglich erscheint auch nicht, dass Worms nächstes Wochenende die „Alte Dame“ Hertha aus dem Pokal kegelt. Schließlich gelingt es den Berlinern Jahr für Jahr nicht, ins Finale im heimischen Olympia-Stadion einzuziehen. Regionalligist Worms und Neu-Zweitligist Hertha trennen seit dem Erstliga-Abstieg der Berliner unter Otto Rehhagel nur noch zwei Klassen. Im Pokal kein Ding der Unmöglichkeit.

Daniele Tochs Leistung explodiert

Das zeigte Toch, der in der Jugend für den GSV Gundernhausen, die JSG Otzberg, Viktoria Griesheim und Darmstadt 98 spielte und bei den Männern den Hessenliga-Einstieg bei Germania Ober-Roden schaffte. Mit Wormatia Worms siegte er in Testspielen im Juni und Juli gegen die Drittligisten Saarbrücken (2:1), VfB Stuttgart II (2:1) und Darmstadt (2:0). Gegen Saarbrücken traf Toch einmal, gegen Stuttgart sogar zweimal. „Wir stehen kompakt“, freut er sich. Unter Trainer Ronny Borchers blüht er regelrecht auf. Nur gegen Wehen Wiesbaden verlor die Wormatia mit 0:1.

Dass Daniele Toch in seiner Leistung derzeit explodiert, hat auch mit Veränderungen im privaten Bereich zu tun. „Da hat mich im letzten Jahr was ganz schön runtergezogen“, sagt der 24-Jährige. Nun greift Toch, der am liebsten zentral hinter den Angreifern spielt, wieder an: „Meine Chance auf die Dritte Liga ist noch nicht vorbei“, glaubt er.

Zunächst aber steht für den Dribbler der Coup gegen die Hauptstädter, die den zigfachen Etat der Wormser besitzen, auf der To-do-Liste. Wenn die Voraussetzungen der beiden Vereine auch kaum unterschiedlicher sein könnten, haben sie doch eines gemeinsam: Im ersten Punktspielen in der neuen Saison holten beide daheim ein 2:2 – Worms gegen Alzenau, die Hertha gegen Paderborn.

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