Extremsport in den Alpen

Abfahrt mit nur einem Rad

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Vom 3406 Meter hohen Mettelhorn ist Stephanie Dietze mit dem Einrad ins Tal gefahren.

Region Rhein-Main – Stephanie Dietze hat es wieder getan. Die aus Rodgau (Kreis Offenbach) stammende 27-Jährige ist mit einem Einrad erneut von einem Alpengipfel abgefahren: Vom 3406 Meter hohen Mettelhorn bis ins Tal nach Zermatt. Von Norman Körtge

„Es war die bislang schwerste und gefährlichste Abfahrt“, berichtet Dietze, die bereits auf einem Rad unter anderem die Zugspitze abgefahren und die Alpen damit überquert hat. Gefährlich sei es diesmal vor allem deshalb gewesen, da der Weg sehr ausgesetzt gewesen war. „Es gab Passagen, da durfte man einfach keinen Fehler machen“, erzählt die Wahl-Berlinerin von waghalsigen Aktionen im Hochgebirge.

Unterwegs war sie wieder mit Lutz Eichholz, dem Aushängeschild der alpinen Einradszene. Von einem befreundeten Mountainbike-Fahrer hatten sie den Tipp bekommen, dass die Abfahrt vom Mettelhorn machbar sei. Bis auf einige Gletscherpassagen meisterten die beiden die Abfahrt auf dem Einrad, nachdem sie in den frühen Morgenstunden von der Trift-Hütte (2337 Meter) bis zum Gipfel aufgestiegen waren.

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„Ich suche immer neue Herausforderungen und Wege, meine Grenzen und die des Sports zu testen“, sagt Dietze über ihr Motivation. Zu ihren Zielen gehört auf jeden Fall, Gipfel außerhalb Europas mit dem Einrad abzufahren. Doch um sich das leisten zu können, brauchen Dietze und Eichholz Sponsoren, die sie momentan suchen.

Fest steht, dass Stephanie Dietze im kommenden Jahr zu den Einrad-Weltmeisterschaften nach Montreal in Kanada reisen wird.

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