Kanadier zurück in Frankfurt

Neuer Löwen-Sportdirektor Rich Chernomaz im Interview 

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Erfolgstrainer Rich Chernomaz kehrt zum Eishockey-Team der Frankurter Lions zurück.

Frankfurt – Ein Name ist mit dem größten Erfolg der Frankfurter Eishockey-Geschichte, dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2004, für immer und unzertrennlich verbunden: Rich Chernomaz. Von Uwe Lange

Nun kehrt der 49-jährige Kanadier, den sie in seiner aktiven Laufbahn aufgrund seiner eher rustikalen Spielweise die „Axt von Manitoba“ nannten, an den Ort seines größten sportlichen Triumphes zurück.

Seit dem 1. Mai arbeitet der ehemalige Erfolgstrainer für die Löwen Frankfurt als deren Sportdirektor und soll die Eissporthalle mit dem Glanz der Tage vom April 2004 erfüllen, als der Außenseiter aus der Mainmetropole den Berliner Eisbären das Fürchten lehrte. Der EXTRA TIPP hat Rich Chernomaz getroffen und über seine Pläne mit den Löwen gesprochen.

Herzlich Willkommen zurück Rich Chernomaz.

Dankeschön! Ja, das ist richtig. Meine Familie und ich sehen Frankfurt als Heimat, hier ist unser Herzblut, hier sind wir zuhause, haben Freunde und viele Bekannte.

Was waren die Gründe für den Wechsel aus der höchsten Liga, der DEL und zuletzt als Nationaltrainer Ungarns in die klassentiefere Oberliga?

Ich sehe die sportliche Perspektive in Frankfurt, die Chance sich in naher Zukunft wieder in den höheren Ligen zu präsentieren. Im Moment planen wir zweigleisig für die Oberliga und die neue DEL 2 und hoffen auf eine Einladung in die jüngst gegründete Spielklasse. In die DEL 1 wollen wir mittelfristig, deshalb auch mein Fünf-Jahresvertrag mit den Löwen.

Der Vertrag gilt für die Position des Sportdirektors, obwohl Sie sich einen Namen als zweifacher Meistertrainer mit den Kölner Haien und Frankfurt Lions gemacht haben.

Das ist richtig, diese neue Aufgabe reizt mich sehr, andere Dinge zu machen, andere Bereiche kennenzulernen, professionelle Strukturen für die Löwen zu schaffen.

Wer wird denn Trainer, wie soll dessen Profil ausschauen?

Ich suche einen jungen, unverbrauchten und hungrigen Typen der ambitioniert ist, Begeisterung wecken kann und sich für den Standort Frankfurt voll einbringt. Drei Kandidaten haben wir im Auge, sogar mit mehrjähriger Erfahrung als Cheftrainer. Das dürfte sich in den nächsten Tagen entscheiden.

Den „Trainer Chernomaz“ gibt es dann nicht mehr?

Im Moment suche ich nach der angesprochenen Lösung, aber grundsätzlich schließe ich eine Rückkehr auf den Coach-Posten nicht aus, zumal die Löwen mir gestatten, weiterhin und temporär für die Nationalmannschaft von Ungarn an der Bande zu arbeiten.

Wie sieht Ihre aktuelle Kaderplanung aus?

Neun Spieler, darunter sieben des alten Kaders, haben wir bereits unter Vertrag, dazu sollen junge Kräfte aus dem eigenen Nachwuchs stoßen. Das hängt natürlich noch von der Ligazugehörigkeit ab, da müssen alle noch etwas Geduld haben.

Aus Ungarn wird der Kapitän des Nationalteams Marton Vas mit den Löwen in Verbindung gebracht!

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Namen möchte ich noch keine benennen, aber dieses Gerücht werde ich zumindest nicht dementieren. Wir werden zeitnah positive Resultate vermelden, über die sich unsere treuen Fans sicher sehr freuen werden.

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