Neues Konzept

Baskets mit vielen Veränderungen in neue Saison

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Auch Kapitänin Nelli Dietrich soll in der kommenden Saison mehr Verantwortung übernehmen.

Langen/Hofheim – Neuer Trainer, neue Spielerinnen, neues Glück. Bei den Rhein-Main-Baskets hat sich viel getan. Eine Woche vorm Saisonauftakt in der Damen-Basketball-Bundesliga sprechen Trainer und Spielerinnen über ihr neues Konzept. Von Fabienne Seibel 

Schon während der Saisonvorbereitung hieß es vom neuen Baskets-Trainer Thomas Dröll: „Ich will Neues wagen und herausfinden, was die Baskets als Mannschaft ausmacht. Nur so kann man das vorhandene Potenzial ausschöpfen.“ In den vergangenen Wochen hat sich deshalb bei den Basketballerinnen aus Langen und Hofheim einiges getan. Dröll legte viel Wert darauf, dass die Mannschaft um Kapitänin Nelli Dietrich  athletischer und fitter wird, aber auch lernt, Spielsituationen schnell zu erkennen und entsprechend zu handeln. „Thomas leitet uns dazu an, dass wir auch immer mit unserem Kopf trainieren. Nicht nur der Basketball an sich, sondern auch mentales Training spielen bei uns eine große Rolle“, sagt Dietrich. Bereits bei Antritt seines Traineramtes sagte Dröll: „Im Kopf beginnt der Erfolg.“ Entsprechendes Selbstbewusstsein spielt ihm zufolge eine entscheidende Rolle. Auch deshalb wurden die Aufgaben im Baskets-Kader neu verteilt.

Nachdem die Leistungsträgerinnen Alyssa Karel und Denise Beliveau in ihre Heimat USA zurückgekehrt sind, holte Dröll die Amerikanerinnen Jazmine Redmon und Simone Deloach ins Team. Doch Dröll macht deutlich: „Die amerikanischen Spielerinnen sollen in Zukunft nicht mehr eine so zentrale Rolle in der Mannschaft einnehmen.“ Während Karel und Beliveau in den zwei vergangenen Saisons die meisten Punkte erzielten und das Spiel der Baskets auf die beiden ausgerichtet war, soll nun jeder mehr Verantwortung übernehmen. Obwohl bis auf Anna Lisa Delp  die Neuzugänge der Baskets ebenfalls Amerikanerinnen sind, gibt es Unterschiede. Dröll: „Die Konzentration soll nicht mehr nur auf den Amerikanerinnen liegen, und die deutschen Spielerinnen müssen sich mehr einbringen. Diesen Schritt traue ich ihnen zu.“

Mehr Verantwortung übernehmen

Bei der Kaderplanung wurden entsprechend andere Spielertypen ausgewählt als bisher. „Jazmine ist eine Spielerin, die ihre Stärken vor allem in der Verteidigung hat, deshalb ist sie für uns nützlich, weil man mit ihr in der Defensive variabler ist.“ Dröll weiter: „Auch Simone verleiht uns durch ihre Größe in der Defensive Stabilität und ist weniger eine Korbjägerin.“ Dietrich ergänzt: „Der Rest der Mannschaft kann sich jetzt nicht mehr hinter den Amerikanerinnen verstecken. Wir deutschen Spielerinnen müssen zeigen, dass wir in der Liga mithalten können.“ Obwohl sich die Baskets in den vergangenen Wochen beim Training eher darauf konzentrierten, ihr Angriffspiel weiter auszubauen, wollen sie vor allem wieder über die Verteidigung zum Erfolg kommen. Dröll: „Wir werden keine Mannschaft sein, die vorne jeden Gegener ausspielt. Die Defensive ist unser Schlüssel.“

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Bei ihrem ersten Saisonspiel am Sonntag, 28. September, treffen die Baskets auf den Aufsteiger Rotenburg. „Zu Saisonbeginn haben viele Mannschaften Anlaufschwierigkeiten und auch bei uns wird das Spiel eine Art Wundertüte, bei der man noch nicht genau weiß, was heraus kommt“, sagt Dröll. Trotz allem Ehrgeiz steht bei den Baskets auch der Spaß im Vordergrund. Dröll: „In unserem Team passen wir alle auch menschlich super zusammen. Mir ist es wichtig, dass in jedem Training mindestens einmal herzlich gelacht wird.“

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