Nach holprigen Start in Saison

Baskets: Gegen Herne aus dem Tabellenkeller

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Jazmine Redmon erzielte für die Rhein-Main Baskets beim Heimspiel gegen Freiburg die meisten Punkte.

Langen/Hofheim – Die Rhein-Main Baskets haben einen holprigen Saisonstart hingelegt. Bisher haben die Basketballerinnen aus Langen und Hofheim nach vier Spielen nur einen Sieg auf ihrem Konto. Von Fabienne Seibel 

Trotzdem geben sich Spieler und Trainer Thomas Dröll, der die Mannschaft vor ein paar Monaten übernommen hat, optimistisch. Dröll: „Ich unterscheide zwischen Leistung und Erfolg. Wir haben in allen Spielen über 35 bis 38 Minuten sehr gute Leistungen gezeigt, aber in den wenigen anderen Minuten das Spiel aus der Hand gegeben.“ Doch er gibt zu: „Wir waren aufgrund der Ergebnisse und Leistungen der Vorbereitung der Überzeugung, weiter zu sein als wir tatsächlich aktuell sind.“

Dröll zufolge hat die Bundesliga- Mannschaft noch mit den Umstrukturierungen zu kämpfen: „In den vergangenen zwei Jahren waren in den kritischen Phasen des Spiels immer die amerikanischen Spielerinnen für die Übernahme der Verantwortung auserkoren. Dieses Jahr haben wir einen anderen Ansatz gewählt, nämlich dass die deutschen Spielerinnen das lösen müssen.“ Auch Baskets-Kapitänin Nelli Dietrich meint: „Es herrscht noch ein wenig Unruhe im Team. Wir müssen uns aufeinander einstellen, verschiedenes ausprobieren und es muss uns gelingen, das von unserem neuen Trainer geforderte Spiel aufs Feld zu bringen.“ Bei der unglücklichen Niederlage gegen Freiburg am vergangenen Samstag spielte zudem noch mit rein, dass der ohnehin schon kleine Kader der Baskets durch den Ausfall von Anna-Lisa Delp und die gesundheitlichen Probleme von Simone Deloach geschwächt war.

Optimismus trotz Niederlagen

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Doch neben dem Trainer wirkt auch Dietrich noch gelassen: „Wir sind ein gutes Team, das nicht in den Tabellenkeller gehört. Wir werden dort früher oder später wieder raus kommen. Der Knoten wird bald platzen.“ Einig sind sich Dietrich und Dröll ebenfalls darin, was die Baskets noch dringend verbessern müssen: Ihre Defensive. Dietrich: „Unsere Verteidigung muss noch stabiler werden. Wir müssen aggressiver und variabler sein. Gerade gegen Freiburg haben wir zuviele Punkte zugelassen.“ Der Baskets-Trainer bestätigt das: „Gegen Freiburg haben wir die wichtigen Schlüsselspieler zu sehr aus den Augen verloren.“ Ebenfalls auffällig: Im Offensiv-Spiel gibt es noch Abstimmungsschwierigkeiten. Gegen Freiburg zählten vor allem unüberlegte Aktionen und Fehlpässe dazu.

Am Sonntag treffen die Rhein-Main Baskets auswärts (Spielbeginn 16 Uhr) auf den derzeit Zweitplatzierten Herner TC. Die Mannschaft von Trainer Marek Piotrowski hat bisher jedes ihrern vier Saisonspiele für sich entschieden. Damit stehen die Herner nur knapp hinter dem Tabellenführer Wasserburg. Obwohl die Baskets derzeit im Tabellenkeller festhängen, gehen sie selbstbewusst in das Spiel. Dietrich: „Wir haben nichts zu verlieren und werden, ohne uns Sorgen zu machen, unseren bestmöglichen Basketball spielen. Herne ist individuell stark. Wenn wir gut als Mannschaft zusammenspielen, haben wir eine Chance.“

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