Neue Saison, neues Glück

„Wir setzen auf unser freches Spiel“

+
Rhein-Main-Baskets Spielerin Nelli Dietrich beim Halbfinale gegen Osnabrück in der vergangenen Saison.

Die Rhein-Main-Baskets treffen am Sonntag im ersten Heimspiel der Saison auf Bamberg. Spielerin Nelli Dietrich spricht über Erwartungen und die Favoriten in der Damen-Basketball- Bundesliga. Von Fabienne Seibel

Eine neue Saison mit einem neuen Trainer steht an. Wie ist bei euch die Stimmung?

Die Stimmung bei uns ist sehr gut. Wir sind früh wieder ins Training eingestiegen und kommen gut mit unserem neuen Trainer Klaus Mewes aus, der sehr bemüht ist.

Was hat der Trainerwechsel für das Team bedeutet, nachdem Steffen Brockmann euch lange Jahre lang trainierte?

Bei einem neuen Trainer weiß man zu Beginn nie, was einen erwartet. Steffen hat tolle Arbeit geleistet, aber es ist für uns als Spielerinnen auch gut, mal neuen Input zu bekommen, obwohl Klaus Mewes zum Großteil sehr darauf eingeht, was wir auch vergangene Saison gespielt haben.

Das heißt konkret?

Wir setzen auch in dieser Saison wieder auf unser schnelles und freches Spiel und eine harte Verteidigung. Klaus knüpft daher an die Arbeit von Steffen an.

Was zeichnet Klaus Mewes als Trainer aus?

Klaus bringt sehr viel Erfahrung mit, ist immer positiv eingestellt und ein eher ruhiger Typ. Er sucht auch immer den Kontakt zu den einzelnen Spielerinnen, um das Spiel auch individueller zu gestalten.

Die Amerikanerinnen Denise Beliveau und Alyssa Karel haben sich für eine weitere Saison bei euch verpflichtet. Was bedeutet das für das Team?

Dass die beiden wieder mit dabei sind, bedeutet uns sehr viel. Die beiden Mädels passen nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich sehr gut in unser Team. Es ist eine tiefe Freundschaft zwischen uns entstanden. Außerdem gehören die beiden meiner Meinung nach zu den besten Spielerinnen der Liga, sie bringen Spielintelligenz und Killerinstinkt mit, der uns auf dem Feld weiterbringt.

Nadine Ripper ist zur zweiten Mannschaft und Stephanie Wagner zum Deutschen Meister Wasserburg gewechselt. Wie wollt ihr die beiden ersetzen?

Es wird schwer, die beiden zu ersetzen. Wir wissen alle, wie wichtig die beiden für die Mannschaft waren, aber jetzt müssen wir als Team diese Lücke schließen. Der Abgang tut weh, aber es sind auch jüngere Spielerinnen wie zum Beispiel Mara Greunke nachgerückt, die sicherlich auch einen guten Job machen werden.

Wie groß sind die Erwartungen an euch selbst und von außen, nachdem ihr vergangene Saison Deutscher Vizemeister geworden seid? Steht ihr unter Druck?

In der ersten Liga ist ja immer ein gewisser Druck dabei, aber sich selbst zu sehr zu stressen wäre falsch. Wir wollen weiterhin auf unsere Stärken setzen und zunächst erstmal die Playoffs erreichen. Natürlich hoffen wir dabei wieder auf so tolle Unterstützung von den Fans, denn die vielen Zuschauer in der vergangenen Saison haben die Mannschaft getragen.

Worauf kommt es bei eurem ersten Heimspiel gegen das Team von Bamberg an?

Es kommt darauf an als Team zu spielen und zu verteidigen. Das hat uns immer weiter gebracht. Zu den Stärken der Bamberger gehören die amerikanischen Spielerinnen Jessica Miller, Taleya Mayberry und Brett Benzio. Jessica Miller ist das Herz des Teams, wir müssen sie so gut es geht aus dem Spiel nehmen. Die Bamberger spielen gut als Mannschaft zusammen. Auch auf die Flügelspielerin Alina Hartmann, die vor kurzem zum "Rookie of the year" (Anmerkung der Redaktion: Neuling des Jahres) ausgezeichnet wurde, müssen wir aufpassen.

Welche Mannschaft hat in dieser Saison Chancen auf den Meistertitel?

Das ist schwer zu sagen, da wir uns noch am Anfang der Saison befinden. Wasserburg ist ein starker Gegner, aber auch Aufsteiger wie Chemnitz darf man nicht unterschätzen. Eigentlich kann jeder jeden schlagen.

Lesen Sie auch:

Rhein-Main-Baskets: Schlagkräftige Truppe mit wenig Budget

Rhein-Main-Baskets im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft

Das Spiel gegen Bamberg beginnt am Sonntag um 15.30 Uhr in der Kreissporthalle Hofheim.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare