Verstärkung unter dem Korb aus Amerika

Rhein-Main Baskets starten in die Trainingsvorbereitung

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Soll auch kommende Saison wieder Akzente setzen: Pia Dietrich (links) setzt sich kraftvoll gegen Tanja Lehnert (dahinter) und Noemi Czirjak (rechts) von den Bad Homburger Falcons durch.

Hofheim/Langen – So ein Verletzungspech wie in der vergangenen Hinrunde hat Peter Kortmann, Trainer der Rhein-Main Baskets, seit über 20 Jahren nicht erlebt: „Da waren ein paar obskure Sachen dabei, auf die man keinen Einfluss hat.“ Von Dirk Beutel

Alicia Köhler zog sich einen Sehnenanriss unten am Fuß zu, Miriam Lincoln brach sich das Wadenbein, dazu eine Grippewelle und der wiederkehrende Fersensporn bei Pia Dietrich führte dazu, dass die Basketballerinnern chronisch unterbesetzt waren. Trotzdem haben die Baskets die Saison versöhnlich abgeschlossen. Vor allem wegen einer überaus erfolgreichen Rückrunde. Und die stimmt Kortmann optimistisch für die kommende Saison. Am Ende sprang dann doch noch Platz fünf heraus. Dass man damit knapp die Playoffs verpasst hatte, ärgert den Trainer überhaupt nicht. Schließlich gehe es darum, junge Spielerinnen aufzubauen und zweitligatauglich zu machen. „Das ist uns zuletzt nicht so gut gelungen. Deshalb soll unser Nachwuchs diesmal mehr Spielzeit bekommen“ sagt Kortmann.

Jule Seegräber ist mit ihren 15 Jahren so eine Kandidatin, ebenso wie die aus Weiterstadt kommende 16-jährige Sari Cornelius. Zusammen mit der 17-jährigen Jasmin Weyell und der 18-jährigen Monika Wotzlaw will Kortmann die nächste Generation aufbauen. Sie sollen ihre Erfahrungen auf dem Spielfeld bekommen, damit sie in absehbarer Zeit zu Stammkräften heranwachsen. „Da ist die Platzierung erst einmal sekundär. Wenn die Mannschaft aber gesund bleibt, glaube ich, haben wir diesmal größere Chancen auf die Playoffs als zuletzt.“ 

Neue Centerspielerin aus Amerika 

Das oberste Ziel lautet jedoch Entwicklung des Nachwuchses. „Die Baskets waren und sind ein Ausbildungsverein. Der Aufstieg in die erste Bundesliga bleibt daher erst einmal ein Fernziel. Da müssen auch die Strukturen mitwachsen und das Budget. Das alles ist ein Prozess“, sagt Kortmann: „Selbst wenn wir nächste Saison aufsteigen könnten, würden wir diesen Schritt nicht machen.“

Als letzte meldet der Verein die Amerikanerin Tori Fisher. Die 23-jährige Centerspielerin ist 1,88 Meter groß, und kommt direkt von der University of Colorado Spring, wo sie die vergangenen vier Jahre gespielt hat.

Für den Trainingsstart am 21. August hat Kortmann angekündigt, die Vorbereitung zumindest ein wenig umzustellen: „Wir versuchen etwas mehr auf Fitness und Athletik zu setzen.“ Doch das ist nicht einfach, da man nur dreimal die Woche trainiere und viele Spielerinnen berufstätig sind. Die gute Nachricht: Alle sind fit. Lediglich Nelli Dietrich ließ sich am Meniskus operieren. Spätestes zum Saisonauftakt, zu Hause am 30. September gegen die Krofdorf Knights rechnet Kortmann damit, dass alle an Bord sind. 

Mörderisch:

Rhein-Main-Basketballerin Verena Wilmes schreibt Taunus-Krimi

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