Rasante Duelle mit dem neuen Eintracht-Star

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Stark: Sebastian Rode (links) im Duell mit dem Hoffenheimer Kevin Volland bei der Partie Anfang September.

Region Rhein-Main – Er ist der Überflieger bei der Frankfurter Eintracht. Sebastian Rode ist beim Fußball-Bundesligisten vom Jungtalent zum Führungsspieler gereift – und weckt Begehrlichkeiten. zin

Die Eintracht will den Vertrag mit dem U21-Nationalspieler so bald wie möglich verlängern. Im Interview spricht der 21-Jährige über die Lobeshymnen, den furiosen Saisonstart und das Spiel am Sonntag, 17. 30 Uhr, gegen den Hamburger SV.

U21-Nationaltrainer Rainer Adrion hat Sie vorzeitig nach Hause geschickt, um anderen Spielern in Bosnien eine Chance zu geben. Wie haben Sie die Entscheidung aufgenommen?

Ich war etwas überrascht, dass der Trainer auf mich und drei weitere Spieler verzichtet hat. Als Fußballer willst du natürlich immer spielen, besonders im Nationalteam. Aber so hatte ich ein paar Tage frei und kann mich jetzt mit der Eintracht voll auf das Spiel gegen den HSV konzentrieren.

Zuletzt prasselten die Lobeshymnen von allen Seiten nur so auf Sie ein. Fällt es da schwer, die Bodenhaftung zu bewahren?

Ich sehe das ganz entspannt. Natürlich bekomme ich durch den Pressespiegel mit, was so geschrieben wird. Auch die Anfragen sind ein bisschen mehr geworden. Aber das gehört zum Job dazu. Letztlich muss ich auf dem Platz meine Leistungen bringen.

Mal ehrlich, Aussagen wie die von Heribert Bruchhagen können Sie doch nicht kalt lassen. Er sprach davon, dass Sie der beste Spieler sind, den er in seiner Eintracht-Zeit hatte…

Natürlich ehrt einen ein solches Kompliment und kam auch für mich etwas überraschend. Schließlich hat Herr Bruchhagen schon viele Spieler erlebt. Aber ich bin noch nicht am Ende meiner Entwicklung angekommen. Da ist sicher noch einiges möglich.

Die Eintracht würde Ihren Vertrag lieber heute als morgen vorzeitig verlängern. Es heißt, es hängt nur noch an Kleinigkeiten?

Manchmal können aber auch Kleinigkeiten eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Wir müssen die nächsten Tage abwarten, was passiert. Ich habe ja noch zwei Jahre Vertrag bei der Eintracht.

Die Eintracht ist mit zwei Siegen in die Saison gestartet und steht auf dem zweiten Platz. Überrascht Sie der positive Auftakt?

Die Ergebnisse gegen Leverkusen und Hoffenheim waren sicher nicht so zu erwarten. Ich habe aber schon in der Vorbereitung gemerkt, dass wir eine gute Mannschaft zusammen haben. Wir treten als geschlossene Einheit auf und haben uns auch vom Pokal-Aus in Aue nicht beunruhigen lassen. Der Heimsieg gegen Leverkusen, als wir einen Rückstand gedreht haben, hat uns natürlich nochmal Auftrieb gegeben. Unser Ziel bleibt aber der Klassenerhalt.

Für einen Aufsteiger ist die Mannschaft offensiv ausgerichtet. Die Außenverteidiger stehen sehr hoch. Dafür lassen Sie oder Pirmin Schwegler sich zurückfallen. Liegt Ihnen diese Spielweise?

In der Vorsaison habe ich häufiger auf der rechten Seite im Mittelfeld gespielt. Das hat auch ganz gut geklappt. Das Spiel auf der Sechser-Position kommt mir aber noch mehr entgegen. Da habe ich das Spiel vor mir und kann den Ball nach vorne treiben.

Am Sonntag ist der Hamburger SV mit Rafael van der Vaart zu Gast in der Arena. Welche Erwartungen haben Sie an diese Partie?

Wir spielen wahrscheinlich vor ausverkauftem Haus und können mit breiter Brust auftreten. Der HSV ist noch ohne Punkt und steht daher mehr unter Druck als wir. Die Verpflichtung von Van der Vaart könnte der Mannschaft neue Impulse verleihen.

Er wird vermutlich Ihr direkter Gegenspieler sein…

Van der Vaart ist ein starker Fußballer, aber ich habe keine Angst vor ihm. Ich habe auch schon gegen van Nistelrooy, Diego oder Gomez gespielt. Das waren immer rasante Duelle. Ich freue mich drauf.

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