Querfeldein-Parade der Weltmeister

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Beim Radcross am Bornheimer Hang hilft manchmal nur schieben oder tragen.

Frankfurt – Der Frankfurter Radcross ist das einzige internationale Rennen im Querfeldeinfahren in Deutschland. Rund 200 Fahrer gehen am Sonntag, 4. Dezember, am Bornheimer Hang an den Start. Von Jens Dörr

Seit vergangener Woche schon weist am Festplatz Ratsweg ein 38 Meter langes und 3,5 Meter hohes Banner auf das vom VC Frankfurt veranstaltete Radsport-Spektakel hin. Das soll den Massen Lust machen auf die aktuellen und ehemaligen Olympia-Sieger und Weltmeister, die am kommenden Sonntag in hartem Wettkampf oder bei einer Show-Runde auf den Querfeldein-Kurs an der Eissporthalle gehen: Marianne Vos aus den Niederlanden, Sabine Spitz, Philipp Walsleben, Rolf Wolfshohl, Mike Kluge und Klaus-Peter Thaler aus Deutschland. Und Idol Hanka Kupfernagel, die bereits viermal Radcross-Weltmeisterin war, dazu Weltmeisterin im Einzelzeitfahren, Siegerin in Dutzenden von Weltcups und Medaillen-Gewinnerin im Mountainbike und bei Straßenwettbewerben.

Zirka 200 Fahrerinnen und Fahrer aus acht Nationen – von den Schülern bis zur Elite der Männer – gehen auf die 2,5 Kilometer lange Strecke. Die Rennen dauern zwischen 20 und 60 Minuten. Ziel ist es, möglichst viele Runde zu absolvieren. Dabei müssen die Radler auch Treppen bergauf bewältigen.

Wir präsentieren bei der Parade der Ex-Champions den Zuschauern eine Show, die sie so noch nicht erlebt haben“, kündigt Walter Wahl, der seit vielen Jahrzehnten zusammen mit Horst Dorn den Klassiker organisiert, begeistert an.

Beginn einer Profikarriere

Bei den Frauen dürften Marianne Vos – wie Kupfernagel in vielen Radsport-Disziplinen vorn dabei – und Sabine Spitz, die deutsche Olympia-Siegerin im Mountainbiken, das Feld anführen. Dabei ist auch Weltcup-Siegerin Sanne van Paassen (Niederlande). Bei den Männern führt Philipp Walsleben die deutschen Spitzenfahrer an.

Zwei andere dürften die Aufmerksamkeit ebenfalls auf sich ziehen: Der Erfurter Straßenprofi Sebastian Lang, der zuletzt bei Omega Pharma-Lotto angestellt war, bestreitet beim Radcross in Frankfurt sein Abschiedsrennen, Rüdiger Selig beginnt hoffnungsfroh seine Profikarriere. Der Vierte der U23-Weltmeisterschaft auf der Straße gewann als Gastfahrer vor kurzem für den Rennstall Leopard-Trek zwei Profirennen in Belgien und darf sich über einen Vertrag als Rennfahrer beim russischen Team Katusha freuen.

Bevor um 13.30 und 15 Uhr die Frauen und Männer starten, stellen sich bereits ab 12.30 Uhr 20 Ex-Champions dem Publikum vor. Rolf Wolfshohl, Klaus-Peter Thaler und Mike Kluge haben unter anderen dafür zugesagt. Bevor sie eine Show-Runde mit ihren Originalrädern auf dem Bornheimer Hang absolvieren, präsentiert Eurosport-Reporter Karsten Migels die ehemaligen Meister den Zuschauern.

Ich denke, die Weltmeister brauchen für die Runde ziemlich lange, so 15 bis 20 Minuten, denn sie dürfen auch unterwegs ruhig mal anhalten, um Autogramme zu geben oder mit den Zuschauern zu plaudern“, sagt Walter Wahl. Wichtig sei letztendlich nur, dass sie alle zusammen ins Ziel kämen.

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