Elitesportler bei Frankfurter Radrennen

„Das ist ein Wahnsinns-Starterfeld“

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Ziel-Durchfahrt der Spitzengruppe vergangenes Jahr: Dominik Nerz vor Tony Martin und dem späteren Sieger Moreno Moser und Sergey Firsanov.

Frankfurt/Eschborn – Die Freude ist Bernd Moos-Achenbach deutlich anzusehen. Nicht nur, dass die Velotour mit bisher 4500 gemeldeten Teilnehmern kurz vor einem neuen Rekord steht, noch nie hat der Radrenn-Klassiker „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ so viele Elitesportler an den Start gebracht. Von Dirk Beutel

„Ich bin sicher, dass wir die Marke von 5000 knacken werden“, sagt der Organisator des Radrennens. Für die 52. Auflage wurden 23 Mannschaften verpflichtet, 184 Profis aus 23 Ländern stellen sich der 200 Kilometer langen Schleife durch den Taunus.

„Das ist ein Wahnsinns-Starterfeld“, sagt John Degenkolb, der das Rennen 2011 für sich entschieden hat. Der Wahl-Frankfurter könnte mit einer guten Platzierung sein bisher durchwachsenes Frühjahr aufpolieren. Zumal das Rennen auch eine ideale Vorbereitung für den kurz darauffolgenden Giro d´Itala ist, an dem Degenkolb antreten wird. Ebenso wie an der Tour de France.

Auch Weltmeister sind dabei

Zumindest ein Lokal-Matador wird versuchen, es Degenkolb am 1. Mai so schwer wie möglich zu machen: Der ehemalige Eschborner Tony Martin. Dieses Jahr verbucht der zweifache Zeitfahrweltmeister bereits den Sieg der Algarve-Rundfahrt und Etappensiege bei der Baskenland-Rundfahrt und Tirreno-Adriatico. Ebenfalls dabei: Der U23-Weltmeister Gerald Ciolek, der bei Mailand-San Remo den ersten Platz holte, sowie Jens Voigt, der unter anderem Träger des Gelben und des Bergtrikots bei der Tour de France ist.

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Radsport-Boom ist ungebrochen

Bei aller Freude über das Teilnehmerfeld und die Entwicklung seines Rennens, betonte Moos-Achenbach vor dem Hintergrund der Bombenanschläge von Boston, dass für den Rad-Klassiker die bestmöglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen seien: „Die gesamte Strecke können wir nicht hundertprozentig absichern. Aber wir sind mit der Arbeit der Frankfurter Polizei sehr zufrieden. Wir sind gut aufgestellt.“

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