Start der Play-offs

ProB: Hanau White Wings wollen den Titel

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Hanaus Co-Kapitän Christian von Fintel (rechts) will sein Team zur Meisterschaft führen.

Region Rhein-Main - Die Basketball-Saison in der ProB geht in die heiße Phase: Die Skyliners Juniors, der TV Langen  und die Hanau White Wings  haben sich für die Play-offs qualifiziert. Die White Wings streben den Titel an.

„Die Saison fängt jetzt erst richtig an“, betont Sven Witt  vom Hanauer Management. „Wir werden mit einem starken Team durch die Play-offs marschieren“, kündigt sein Kollege Thorsten Wünschmann  an. Der Spitzenreiter der Süd-Staffel gibt sich angriffslustig, ohne die jüngsten Warnsignale zu überhören. So sei die Niederlage zum Rundenabschluss gegen den TV Langen ein Schuss vor den Bug gewesen. „Das soll der letzte Tiefpunkt bleiben“, sagt Wünschmann vor dem Duell mit den VFL Astrostars Bochum. Auch wenn der Meister der Süd-Staffel  gegen den Tabellenachten der Nord-Staffel klarer Favorit ist, muss die Serie kein Selbstläufer werden. So scheiterte der Hauptrundenerste aus Rhöndorf im Vorjahr gleich in der ersten Runde. Dieses Schicksal soll Hanau nicht ereilen, zumal im Viertelfinale ein Aufeinandertreffen mit dem Lokalrivalen Langen winkt.

Glausauer freut sich auf alte Bekannte

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„Das wäre eine tolle Sache“, sagt TVL-Trainer Thomas Glasauer. „Für uns, für Hanau und natürlich auch für die gesamte Region.“ Doch vor einem möglichen Duell mit den White Wings steht für den TV Langen die Hürde Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB. Für Glasauer ist es eine Reise in die eigene Vergangenheit. Von 2005 bis 2010 betreute er das Regionalliga-Team und den Bundesliga-Nachwuchs der Oldenburger.
„Ich freue mich auf die Halle und natürlich auf das Wiedersehen mit alten Bekannten“, sagt Glasauer. Von den Rahmenbedingungen her könne man den Erstliga-Standort Oldenburg mit Langen kaum vergleichen. „Die haben ein siebenstelliges Budget und ganz andere Trainingsmöglichkeiten.“ Spielerisch sieht er sein Team jedoch auf Augenhöhe mit der Talentschmiede der Niedersachsen. „Es treffen zwei offensivstarke Teams aufeinander, das verspricht eine spannende Serie“, sagt Glasauer, der den TVL trotz Anlaufschwierigkeiten auf den fünften Tabellenplatz führte. „Wir hatten eine schwache Vorbereitung und mussten uns erstmal finden“, gibt der Nachfolger von Erfolgscoach Ty Shaw  zu.

Zuletzt fehlte die Konstanz bei Langen

Nach dem Abgang von Leistungsträgern wie Joscha Domdey  und Tobias Jahn  fehlte den Langenern längere Zeit die nötige Konstanz. „Mit den Heimsiegen haben wir uns das Selbstvertrauen zurückgeholt“, sagt Glasauer. So avancierten die „Giraffen“ zum besten Team der Rückrunde und hätten am Ende beinahe in der Tabelle noch die Skyliners Juniors verdrängt. Mit Platz vier sicherten sich die Frankfurter das wichtige Heimrecht in der ersten Play-off-Runde. Dort trifft die Truppe von Trainer Eric Detlev  auf den RSV Eintracht Stahnsdorf. Die Klatsche in Lich zum Rundenabschluss hat Detlev abgehakt. Die Jungs haben gekämpft – das war in Ordnung.“ Mehr sei bei dieser Personallage eben nicht drin gewesen. So traten die Juniors nur mit sechs Spielern an und mussten auf eine Reihe von Leistungsträgern verzichten. „Schwamm drüber, wir sind in den Play-offs und haben Heimrecht. Nur das zählt.“ Anlass zur Kritik sieht er ohnehin nicht. In Lich kassierten die Juniors die erste Niederlage nach acht Siegen in Serie. Anders als die arg gebeutelten Profis sind die Frankfurter damit das Team der Stunde in der ProB. Jetzt gilt es für die Juniors, ihre Kräfte zu sammeln und sich für die Play-offs in Form zu bringen. „Darauf freuen wir uns, wir haben uns das verdient“, sagte Detlev – und: „Wir schauen jetzt von Woche zu Woche. zin

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