Rhein-Main-Basekts

Playoffs bleiben das Ziel

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Denise Beliveau setzt zum Wurf an.

Hofheim/Langen – Vier Siege und fünf Niederlagen: Die Rhein-Main Baskets rangieren nach neun Spieltagen auf dem achten Tabellenplatz der Basketball-Bundesliga. Dieser würde soeben noch zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen.

Bis zur Winterpause bekommen es die Basketballerinnen mit zwei Hochkarätern zu tun: Titelverteidiger Wolfenbüttel und Favorit Wasserburg. Im Interview spricht Trainer Steffen Brockmann über die Lage in der Liga, finanzielle Sorgen und die amerikanische Spielweise.

Herr Brockmann, wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?

Wenn man die Verletzungsmisere betrachtet, können wir mit den vier Siegen ganz zufrieden sein. Uns war es wichtig, die Teams hinter uns auf Abstand zu halten. Der klare Erfolg gegen Bamberg hat uns gut getan. Wir sind weiterhin auf Playoff-Kurs.

Sie haben die Verletztenliste angesprochen. Wann können Svenja Greunke, Francis Pieczynski und Nelli Dietrich wieder voll ins Geschehen eingreifen?

Svenja wird die nächsten sechs Wochen aussetzen und soll ihre Verletzung erstmal richtig auskurieren. Wir schenken die Spiele gegen Wolfenbüttel und Wasserburg natürlich nicht her, wissen aber auch, dass die entscheidenden Spiele in der Rückrunde kommen werden. Dann stehen hoffentlich auch Nelli Dietrich und Francis Pieczynski wieder zur Verfügung.

Bis auf den klaren Erfolg gegen Bamberg war jedes Spiel der Baskets hart umkämpft. Ist die Liga tatsächlich so ausgeglichen?

Es scheint so, wobei Wasserburg noch stärker aufkommen wird. Die werden in der Winterpause personell nachlegen und sehr wahrscheinlich auch den Titel holen. Wir sind froh, dass wir in Freiburg endlich mal ein knappes Spiel gewinnen konnten. Aber auch da hätte der Gegner mit einem Dreier in letzter Sekunde die Partie drehen können.

Woran gilt es in der kurzen Winterpause zu arbeiten?

In der Verteidigung müssen wir mehr rotieren und den Druck auf den Gegner erhöhen. Auf der anderen Seite dürfen wir uns in den entscheidenden Spielphasen nicht so häufig in Einzelaktionen verstricken.

Sind damit die US-Amerikanerinnen im Team gemeint?

Ja, das ist richtig. Die amerikanischen Spielerinnen forcieren häufig die Eins-gegen-Eins-Situationen. Das sind sie so aus der College-Liga gewöhnt. Da fehlt der Gedanke fürs Teamspiel noch etwas. Leider fehlt im Training die Zeit, um ihnen das in Ruhe beizubringen. Ansonsten bin ich mit allen drei Spielerinnen sehr zufrieden.

Wird es Zugänge in der Winterpause geben?

Nein, die Planungen sind abgeschlossen. Im Gegenteil: Wir können froh sein, wenn wir niemanden abgeben müssen. Nach jetziger Sponsoren-Lage müssten wir eigentlich eine Amerikanerin nach Hause schicken. Wir setzen aber alles daran, um dies zu vermeiden. Sportlich gesehen wäre dies sonst ein riesiger Verlust.

Am Sonntag (15.30 Uhr in Hofheim) steht das Heimspiel gegen Wolfenbüttel an. Wie stehen die Chancen?

Wolfenbüttel ist Deutscher Meister und hat zuletzt Wasserburg geschlagen. Sie sind vom Team her nicht so stark besetzt, nutzen aber ihre Möglichkeiten optimal aus. Wir sind in dem Spiel nur Außenseiter, aber nicht chancenlos.

Und die Playoffs bleiben weiter das Ziel?

Ja, das muss unser Ziel sein.

zin

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