OFC in Osnabrück: Unangenehm muss es gar nicht werden

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Sead Mehic spielte am Dienstag im Testspiel gegen die TGS Jügesheim schon wieder mit. Ob er heute auch spielt?

Offenbach - Am heutigen Sonntag treffen die Offenbacher Kickers ab 14 uhr auf den derzeitigen Tabellenführer der Dritten Liga, den VfL Osnabrück. In den vergangenen Jahren hat der OFC immer schlecht an der Bremer Brücke ausgesehen. Und doch könnte gerade gegen die Truppe von Claus-Dieter Wollitz der erste Coup der Kickers in der noch sieglosen Saison gelingen. Von Axel Grysczyk

Das Ziel ist klar: Einen Punkt holen und dann unter der Woche daheim gegen Bielefeld gewinnen. Der Punkt für den OFC könnte realistisch sein, weil niemand auf das Team von Arie van Lent setzt. Die Kickers müssen nicht das Spiel machen und können sich hinten reinstellen. Das dürfte ihn zum derzeitigen Zeitpunkt besser liegen.

Voraussetzung ist natürlich, dass sie keine Fahler machen. Die Dritte Liga entwickelt sich zur reinen Fehler-Liga: Wer zuerst einen Fehler macht, hat ein Riesen-Problem. Vermeidet ein Team Aussetzer, ist es im Geschäft. Beispiel Heimspiel der Kickers gegen VfB Stuttgart II: Drei dumme Fehler, drei Gegentore, keine Chance mehr auf den Sieg – und das obwohl der VfB nicht überragend war.

Sollte der OFC heute sicher in der Defensive stehen und sein Augenmerk auf die Hintermannschaft legen, könnten die Offenbacher auch kaschieren, dass es im Mittelfeld und Angriff noch nicht läuft. Das größte Problem ist derzeit die Abstimmung. Darüber hinaus sind sie zu leicht auszurechnen. Der Gegner stellt die Außenbahnen zu, übt Druck aufs Mittelfeld aus und schon kommt der OFC ins Schwimmen und spielt notgedrungen lange Bälle. Die fehlende spielerische Klasse lässt ein anderes Mittel nicht zu.

Konzentration ist Pflicht!

In den ersten beiden Spielen ist aufgefallen, dass es der Mannschaft noch an Stabilität fehlt. Möglicherweise kehrt Sead Mehic am Sonntag wieder ins Team zurück. Er könnte dieses Manko wettmachen. Fest steht aber auch, dass Mehic aufgrund seines Alters (37 Jahre) nicht derjenige ist, der vorangeht, ankurbelt und alles umreißt.

Konzentriert bleiben ist Pflicht. Das dürfte nach den Querelen um die Besetzung des Vorstands nicht leicht fallen. Der Trainerstab hat durchsickern lassen, dass die Mannschaft verunsichert ist. Das sollten die elf Akteure auf dem Platz ausblenden. Und dann: Konzentriert bleiben, hinten sicher stehen und einen Punkt holen. Wenn sie am Mittwoch einen Sieg daheim (Anpfiff 19 Uhr, Sparda-Bank-Hessen-Stadion) gegen Bielefeld folgen lassen, sieht die Kickers-Welt schon viel freundlicher aus.

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