Eine große und extreme Familie

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Dennis Loos  fährt nicht nur Inline-Skates, sondern auch Snowboard.

Region Rhein-Main - Vereinsbeiträge? Gibt es nicht. Feste Trainingszeiten? Auch nicht. Die „One Giant Family“ bietet dafür ein Zuhause für Sportler, die es extrem mögen. Gerade jüngere Mitglieder sollen aber nicht nur Sport machen, sondern auch Vorbilder erleben. Von Julia Renner

Dennis Loos  fährt nicht nur Inline-Skates, sondern auch Snowboard.

Ob Long- oder Skateboard, BMX-Rad, Snowboard oder Parkour: Fast jede ausgefallene Sportart ist in der „One Giant Family“ vertreten. Dennis Loos aus Bad Homburg und Felix Nick aus Friedrichsdorf haben die Familie ins Leben gerufen – weil es im gesamten Rhein-Main-Gebiet keinen Verein gab, der unterschiedliche Extremsportarten vereinte.

Und der Zuspruch gibt ihnen Recht. Ende vergangenen Jahres gegründet, sind jetzt schon mehr als 70 Extremsportler aus Wiesbaden, dem Taunus, Frankfurt, Offenbach und Bad Vilbel dabei, weitere Aufnahmeanträge werden derzeit abgearbeitet. Die Facebook-Seite der Familie hat schon jetzt mehr als 7600 Fans. „Damit hatten wir nie gerechnet“, freut sich der 24-jährige Nick. Derzeit läuft das Verfahren, die Gruppe als gemeinnützigen Verein anzuerkennen. Unterteilt ist die Familie in drei Gruppen. In der Crew, der mehr als 50 Sportler angehören, sind die erfahrensten, die schon an Wettkämpfen teilnehmen. Die zweite Gruppe sind die Rookies. „Das sind junge Talente, die wir fördern wollen“, sagt Dennis Loos. Rund 20 Extremsportler zählen zu dieser Gruppe. Dann gibt es noch die Family für die Unterstützer des Vereins.

Trainingszeiten werden spontan übers Internet verabredet

Feste Trainingszeiten gibt es nicht. Spontan wird über Internet oder Telefon verabredet, wann und wo man sich zum Skaten oder Biken trifft. In jeder Sportart gibt es einen Teamleiter, der das organisiert.

Micha Hinz  ist Parkour-Spezialist, der gern mittels Salto einen Abgang macht.

Die Profis bringen den Rookies dann nicht nur bei, wie sie mit dem BMX in einer Halfpipe fahren. „Es gibt auch eine soziale Komponente“, sagt Felix Nick. Die Crew-Mitglieder wollen Vorbilder sein. Und das nicht nur in sportlicher Hinsicht. Zur Philosophie der großen Familie gehört es, auch zu vermitteln, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. „Der Sport soll sich positiv auf das Verhalten auswirken.“ So wird nicht nur zusammen Sport gemacht. Auch um die Instandhaltung von Halfpipes & Co. sollen sich alle gemeinsam kümmern.

Damit davon möglichst viele junge Menschen profitieren können, gibt es keine Mitgliedsbeiträge. Auch mit Jugendhäusern und -clubs wollen und haben sie schon zusammengearbeitet. In Friedrichsdorf hat die „One Giant Family“ beispielsweise schon einen Skate-Contest angeboten – tolle Gewinne inklusive. Weil das gut ankam, wird derzeit schon wieder an der Umsetzung von zwei weiteren Wettbewerben gearbeitet.

Mehr Infos zu der Familie gibt es online auf www.one-giant-family.com und auf www.facebook.de/ OneGiantFamily

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