Neuer Trainer verfolgt einen klaren Plan

Oliver Reck will aus dem OFC eine Einheit formen

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Gibt seinen Spielern Instruktionen an die Hand: OFC-Trainer Oliver Reck weiß, worauf es ankommt.

Offenbach - Kickers-Trainer Reck beobachtet seine Spieler ganz genau, um die bestmögliche Mannschaft auf den Platz schicken zu können. Es geht um nichts Geringeres als den Aufstieg. Von Peppi Schmitt 

Knapp vier Wochen ist Oliver Reck Trainer bei den Offenbacher Kickers. Er hat genau hingeschaut bei einem halben Dutzend Testspielen, hat versucht, seine Spieler im Trainingslager in der Türkei besser kennenzulernen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie es trotz neun Punkten Rückstand vielleicht doch noch gelingen kann, in dieser Saison in den Aufstiegskampf einzugreifen. Mit einem Freundschaftsspiel beim Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt ist die intensive Vorbereitungszeit zu Ende gegangen.

Niederlage beim letzten Härtetest

Nun gilt es, zum Jahresstart in die Regionalliga Süd am 28. Februar beim SC Freiburg topfit zu sein. „Ich habe mir ein genaues Bild von jedem einzelnen gemacht“, sagt Reck, „diese Eindrücke werde ich auswerten und versuchen, ein gutes Team auf den Platz zu schicken.“ Die Testspielergebnisse waren größtenteils positiv: Gegner aus der Nachbarschaft wie der bayerische Regionalligist Viktoria Aschaffenburg (3:0) und der Oberligist 1.FC Eschborn (2:1) wurden geschlagen. Und auch im Trainingslager in der Türkei hatte der OFC Siege gegen Lupo Wolfsburg und die ungarische Mannschaft von Siofok eingefahren. Dass der letzte Härtetest am vergangenen Wochenende in Regensburg (Regionalliga Bayern) mit 0:1 verloren wurde, hat den erfahrenen Keck nicht aus der Ruhe gebracht. „Testspielergebnisse sind nicht so wichtig. Wichtiger ist, was man sich erarbeitet“, sagt er. Das Spiel bei Jahn Regensburg, die sich ebenfalls noch große Hoffnungen auf eine Rückkehr in die dritte Liga machen, war als Generalprobe gedacht.

„Wir-Gefühl kann Kräfte freisetzen“

Allerdings mussten die Offenbacher auf leicht verletzte Stammspieler wie Martin Röser und Dennis Schulte verzichten. Dennoch habe er „wichtige Erkenntnisse“ gewonnen, versicherte Reck später. Der ehemalige Torwart von Werder Bremen und Trainer des MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf verfolgt in seiner Arbeit einen klaren Plan. Er predigt taktische Flexibilität, will seine Mannschaft nicht nur auf ein Spielsystem festlegen. „Ich will die Mannschaft immer so einstellen, dass sie ein Spiel drehen und den Gegner überraschen kann“, hat er angekündigt. „Wir müssen als Einheit auftreten“, sagt Reck, „das Wir-Gefühl kann Kräfte freisetzen.“

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