Neuer Trainer bei den Kickers hat viel zu tun

Oliver Reck hat den Offenbach-Bonus

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Oliver Reck analysiert und überlegt. Das wird zu seinen Kernaufgaben in den nächsten Tagen gehören, wenn er eine schlagkräftige OFC-Truppe für restlichen Regionalliga-Spiele zusammen stellen will.

Offenbach – Nach Geschäftsführer David Fischer musste bei den Offenbacher Kickers auch Trainer Rico Schmitt gehen. Das neue Präsidium hat damit das „Großreinemachen“ im neuen Jahr fortgesetzt. Wenig überraschend war auch die Wahl des Nachfolgers für den Trainer. Von Peppi Schmitt

 Ab sofort ist der ehemalige Bundesligatorwart Oliver Reck für die Mannschaft des OFC verantwortlich. Reck hat einen Vertrag bis zum Juni 2018 unterschrieben. Spätestens bis zu diesem Zeitpunkt wollen die Offenbacher zumindest wieder zurück sein in der dritten Liga. „Olivers Profikarriere hat hier bei den Kickers begonnen, er ist ein Offenbacher Bub“, sagte Präsident Helmut Spahn bei der Vorstellung, „hier schließt sich ein Kreis.“ Das sieht der Neue genauso: „Ich bin wieder zu Hause und freue mich sehr auf die Aufgabe.“

Reck hat von 1982 bis 1985 bei den Kickers im Tor gestanden, seine größten Erfolge feierte er später bei Werder Bremen und dem FC Schalke 04. Erfahrungen als Trainer hat er beim MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf in der Zweiten Liga gesammelt, meist als „Feuerwehrmann“.

Los geht´s gegen Freiburg am 27. Februar

In Offenbach soll er nun zumindest mittelfristige Aufbauarbeit leisten. „Die Kickers wollen raus aus der Regionalliga, das schafft man nur mit Taten und nicht mit Sprüchen“, sagte der 50 Jahre alte Reck, der im ersten halben Jahr von einem Gönner des Clubs bezahlt wird. Seine Arbeit hat Reck am vergangenen Mittwoch begonnen. Beim ersten Freundschaftsspiel des neuen Jahres hat er zwar noch nicht gecoacht, aber genau hingeschaut. Sein Co-Trainer Alex Conrad, der ebenso wie Torwarttrainer Rene Keffel weitermachen wird, war noch einmal verantwortlich. Der OFC hat beim Oberligisten Borussia Fulda mit 1:3 verloren.

Viel Arbeit also für den neuen Trainer, der sich erst einmal einen Überblick verschaffen will. Ziemlich sicher werden auch noch neue Spieler bis zum Start am 27. Februar beim SC Freiburg hinzukommen.

Reck verspricht mutigen Fußball

Vor allem für die Abwehr, die Klaus Gjasula an die Stuttgarter Kickers verloren hat, muss nachgebessert werden. Vorerst hat Reck schon mal „mutigen Fußball“ versprochen. Er weiß, dass er finanziell nicht aus den Vollen schöpfen kann. Dies war für ihn aber kein Hindernisgrund, „denn auch mit beschränkten Mitteln kann man einiges erreichen.“ Und so ganz haben sie beim OFC den Aufstiegskampf auch für diese Saison trotz neun Punkten Rückstand aufs Spitzenduo aus Trier und Mannheim nicht abgeschrieben. Kickers-Kapitän Daniel Endres hofft, „dass es mit dem neuen Reiz auch einen Schub geben kann.“

Die große Fangemeinde des OFC ist nach der neuesten Entwicklung auf dem Bieberer Berg hin- und hergerissen. Sehr viele, in den sozialen Netzwerken sind sie in der Mehrheit, trauern dem beliebten Rico Schmitt nach und machten dies in Einträgen in verschiedenen Foren deutlich. Dem neuen Mann aber wollen die meisten OFC-Fans erst einmal eine Chance geben. Immerhin ist er ja ein „Offenbacher“.

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