Ober-Erlenbach setzt alles auf Angriff

+
Im Doppel konnten Jens Schabacker und Thomas Keinath überzeugen.

Ober-Erlenbach – Über die Herbstmeisterschaft zum Drittliga-Titel und zurück in die Zweite Bundesliga. So sehen die ambitionierten Ziele der Tischtennis-Herren aus Ober-Erlenbach aus.

Nach dem Last-Minute-Abstieg ist das Team zusammengeblieben und will sich nach dem ersten kleinen Dämpfer nicht vom Kurs abbringen lassen.

„Diese Niederlage wirft uns nicht aus der Bahn“, sagte Teammanager Johannes Herrmann. Dennoch war das 4:6 beim SV Brackwede für die Kurstädter gleich doppelt bitter. Zum einen bedeutete es die erste Saisonniederlage, zum anderen hatte sich die Mannschaft gegen den Mitfavoriten besonders viel vorgenommen, um die beiden Pleiten aus der vergangenen Saison vergessen zu machen. Nicht verwunderlich also, dass die Nummer drei, Julian Mohr, von einer „großen Enttäuschung“ sprach.

Angeschlagen ins Spiel gegangen

Nach 2:0-Vorsprung in den Doppeln, gaben die Ober-Erlenbacher alle vier Einzel ab und liefen diesem Rückstand bis zum 4:6 hinterher. Das Spiel zeigte aber auch: In der Mannschaft stimmt es, sie beweist auch in schwierigen Phasen große Moral und Kampfgeist. Denn die Vorzeichen vor dem Kräftemessen mit Brackwede waren alles andere als gut. Die beiden Topspieler Thomas Keinath und Dominik Scheja gingen angeschlagen ins Spiel. Trotz Trainingsrückstandes gewann Routinier Keinath das Spitzeneinzel, musste sich aber im zweiten Duell geschlagen geben. Jugendnationalspieler Scheja verlor seine beiden Einzel recht deutlich und wartet weiter auf den ersten Erfolg. So sollte am Ende das hintere Paarkreuz noch die Eisen aus dem Feuer holen. Erst im fünften von insgesamt 43 ausgespielten Sätzen und dreieinhalb Stunden Spieldauer musste sich Jens Schabacker im entscheidenden Duell knapp geschlagen geben. „Insgesamt war das, was ich spielerisch an den Tag gelegt habe ganz dünn“, räumte Schabacker ein, während Mohr schon wieder den Blick nach vorne warf. „Wir müssen uns sammeln und fit machen, damit wir mit viel Selbstvertrauen an die nächsten Aufgaben gehen können.“

TTC lockt im Schnitt 200 Zuschauer an

Nach einer einwöchigen Spielpause gastiert der TTC am 15. November bei den Füchsen Berlin, ehe eine Woche später das Gipfeltreffen mit Hertha BSC Berlin auf dem Programm steht. Trotz der ersten Niederlage bleiben die Kurstädter auf Platz eins und wollen diesen Rang bis zum Saisonende nicht mehr abgeben. „Unser klares Ziel ist der Aufstieg“, betont Herrmann. Doch dafür müssen die finanziellen Rahmenbedingungen gegeben sein. So arbeitet der Teammanager gewissenhaft daran, die Deckungslücke in der laufenden Saison zu stopfen. „Wir brauchen regionale Unternehmen, die unser Konzept der dualen Karriereplanung von jungen Nachwuchssportlern aufgreifen und uns bei der Umsetzung unterstützen“, sagt Herrmann. „Nur so können wir dieses in Hessen einzigartige Projekt nachhaltig etablieren.“ Dass dieses Projekt weiterhin gut angenommen wird, beweisen die Zuschauerzahlen. Während die Konkurrenz meist nur vor einer zweistelligen Kulisse spielt, lockt der TTC im Schnitt über 200 Zuschauer in die Wingert-Sporthalle. zin

Mehr zum Thema

Kommentare