Über das Derby zur Herbstmeisterschaft

TTC Ober-Erlenbach selbstbewusst gegen Seligenstadt

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Zugpferd für den Wiederaufstieg: Ober-Erlenbachs Thomas Keinath  musste in der bisherigen Saison nur ein Spiel abgeben.

Bad Homburg - Fällt schon zu Beginn der Rückrunde die Vorentscheidung um den Meistertitel in der dritten Tischtennis-Bundesliga? Mit einem Sieg gegen Seligenstadt hätte der TTC Ober-Erlenbach schon mal die Herbstmeisterschaft erreicht.

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Den 10. Januar sollten sich die Anhänger des TTC Ober-Erlenbach dick im Kalender anstreichen. An diesem Tag, dem Rückrundenstart in die dritte Tischtennis-Bundesliga Nord, könnte im Spitzenspiel gegen Brackwede bereits eine Vorentscheidung um den Meistertitel fallen. Soweit wollen Spieler und Verantwortliche aber noch nicht denken. Am Sonntag steht erstmal ein nicht unbedeutendes Derby auf dem Programm.
„Das Spiel in Seligenstadt ist für mich richtungsweisend in Sachen Aufstieg“, betont der sportliche Leiter Sven Rehde. Mit einem Sieg könnten die Kurstädter den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde legen und würden als Herbstmeister  überwintern. Obwohl der TTC als Favorit ins Derby  beim Tabellenfünften geht, erwartet Rehde ein umkämpftes Kräftemessen. „Die Spiele gegen Seligenstadt waren in den vergangenen Jahren immer sehr spannend und emotional.“ Die Erfolgschancen hängen von einer großen Unbekannten ab: Akihiko Maruyama  wird bei den Einhardstädtern an Position eins geführt, bestritt aber bislang kein Spiel für seinen Klub. Doch auch Maruyamas „Vertretung“ auf der Spitzenposition ist kein Unbekannter: Richard Prause, einst Nationalspieler und Vorgänger Jörg Roßkopfs als Herren-Bundestrainer, geht seit Saisonbeginn für die Seligenstädter an die Platte und weist eine leicht positive Bilanz auf. Im Vergleich der beiden „Einser“ sollte der Vorteil dennoch bei Ober-Erlenbachs Thomas Keinath  liegen.

Macht Keinath den Unterschied?

Der 37-jährige Profi, der schon mit der Nationalmannschaft EM- und WM-Bronze holte, verlor bislang nur ein Einzel und ist im Doppel an der Seite von Jens Schabacker  ungeschlagen. „Thomas hat sich nach seinem Verkehrsunfall erholt und kann schmerzfrei trainieren“, sagt Manager Johannes Herrmann. Auch die Teamkollegen zeigten während der „Berliner Wochen“ aufsteigende Form und schalteten in der kurzen Spielpause keinen Gang zurück.

Dominik Scheja  und Julian Mohr  waren bei den Finland Open im Einsatz und nutzen den internationalen Vergleich als intensive Wettkampfvorbereitung für das Hessenderby. „Alle Spieler sind fit und heiß auf unseren letzten Auftritt in diesem Jahr“, sagt Herrmann. Mit einem Sieg wäre das erste Etappenziel – die Herbstmeisterschaft – unter Dach und Fach. Im neuen Jahr wartet gleich der Angstgegner und die wohl vorentscheidende Hürde für den Wiederaufstieg. Verfolger SV Brackwede  fügte den Ober-Erlenbachern ihre bislang einzige Saisonniederlage zu, hat aber zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. „Mit denen haben wir noch eine Rechnung offen“, heißt es aus dem Lager des TTC, der neben dem 10. Januar noch ein weiteres Datum im Visier hat: Das Saisonfinale am 14. Februar. Dann soll in heimischer Halle der Titel gefeiert werden. Gegner ist Seligenstadt. zin

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