Tischtennisverein aus dem Hochtaunuskreis setzt auf junge Talente

TTC Ober-Erlenbach peilt den Aufstieg in die Bundesliga an

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Zwei Talente auf die der TTC Ober-Erlenbach in Zukunft setzen wird: Julian Mohr (links) und Dominik Scheja.

Ober-Erlenbach – Mit ihrem 9:5-Sieg Ende Februar gegen den Tabellenführer der Regionalliga Südwest haben die Spieler des TTC Ober-Erlenbach die Meisterschaft nicht nur wieder spannend gemacht, sondern auch ihre Aufstiegsambitionen untermauert. Von Dirk Beutel

Mittelfristig wollen wir in die Zweite Tischtennis Bundesliga“, sagt der Mannschaftskapitän des TTC Ober-Erlenbach, Michael Mengel. Und macht damit deutlich die Ziele seines Vereins klar. Während andere Teams schon signalisiert haben, trotz der Möglichkeit eines sportlichen Aufstiegs zu verzichten, wollen die Spieler aus dem Hochtaunuskreis höherklassige Gegner an der Platte.

Ein Aufstieg nach Abschluss dieser Saison wäre sogar ein Vorteil. Zumal im nächsten Jahr der Deutsche Tischtennisbund seine Bundesligen reformieren und eine neue Dritte Bundesliga gründen will. Die könnte man überspringen und die Regionalliga, die dann zur vierthöchsten Klasse wird, hinter sich lassen „Wir haben die Erklärung für einen potenziellen Aufstieg in die Zweite Bundesliga schon in Arbeit“, sagt der neue TTC-Teammanager,Johannes Herrmann.

Momentan passt alles in der Mannschaft

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Kein Wunder. Schließlich stimmt es momentan in der Mannschaft, wie Mengel bestätigt: „Sowohl von den Spielertypen her als auch von der Harmonie.“ Und von den Ergebnissen. Vor allem der 9:5-Sieg gegen den Tabellenführer Jena Ende Februar war der bisherige Höhepunkt in der Rückrunde und der vierte Sieg in Folge.
Mengel ist seit der Saison 2009/2010 fester Bestandteil und einer der Eckpfeiler der Mannschaft. Um aber das Ziel Zweite Bundesliga zu schaffen und dort nicht unter die Räder zu kommen, setzt Ober-Erlenbach auch auf zwei vielversprechende Talente: Auf den 18-jährigen Julian Mohr und den noch 16-jährigen Dominik Scheja. Beide werden im Frankfurter Landesleistungsstützpunkt aufgebaut. „Bei uns wächst ein besonderes Projekt heran“, sagt Teammanager Herrmann, der die Aufbauarbeit und die Weiterentwicklung der Vereinsstruktur zum Ziel hat. Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit des Vereins mit dem Hessischen Tischtennisverband. „Solche Kooperationen haben bislang immer große Spieler hervorgebracht. Der bekannteste derzeit ist Timo Boll.“

Cheerleader sorgen für zusätzliche Stimmung

Auch wenn es sportlich passt, braucht der Verein weitere Sponsoren, die das Projekt Aufstieg finanziell schultern. Eine zusätzlich Aufgabe für den Teammanager. Zumindest die Stadt Bad Homburg hat bereits ihre Unterstützung zugesagt. Trotzdem: „Das Marketing muss noch größeres Gewicht bekommen“, sagt Herrmann. Die Heimspielatmosphäre für die etwa 100 Zuschauer pro Spiel ist schon jetzt bundesligareif. Einen Vorgeschmack gab das Spiel gegen Jena, bei dem einige Cheerleader der ehemaligen Frankfurt Galaxy für Stimmung gesorgt haben. „Die Verpackung macht´s eben auch“, sagt Herrmann.

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