Keinath verliert überraschend

TTC Ober-Erlenbach holt Remis gegen Brackwede

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Zeigte gegen Brackwede eine starke Leistung: Jens Schabacker vom TTC Ober-Erlenbach.

Ober-Erlenbach – Bei diesem Unentschieden gab es nur einen (gefühlten) Gewinner: Durch das 5:5 im Gipfeltreffen gegen Verfolger Brackwede  bleibt der TTC Ober-Erlenbach  an der Tabellenspitze der dritten Tischtennis-Bundesliga Nord.

Erst nach dreieinhalb Stunden stand die Punkteteilung fest, die den TTC der Meisterschaft einen großen Schritt näher bringt.

„Wahnsinn, sensationell, großes Kino“. Jens Schabacker  wählte nach dem Tischtennis-Krimi in der Wingert-Halle nur noch Superlative. Zuvor hatten sich die beiden Rivalen und Aufstiegsfavoriten vor der Rekordkulisse von fast 500 Zuschauern ein dramatisches Duell geliefert. „Beide Teams stehen zu recht an der Tabellenspitze und spielen auf Augenhöhe“, sagte TTC-Teammanager Johannes Hermann. Das belegt auch die Statistik. Die Gastgeber lagen bei den gewonnenen Ballwechseln knapp vorne (371:369), dafür gewannen die Gäste zwei Sätze mehr (21:19). Der enttäuschte SVB-Abteilungsleiter Thomas List  sprach vom „unverdientesten Unentschieden, was wir miterlebt haben.“

Glücklicher Punktgewinn für den TTC

Beim TTC freute man sich hingegen über den „sehr glücklichen Punktgewinn“, wie der sportliche Berater Helmut Hampl  einräumte. Denn die Ober-Erlenbacher hatten bereits mit 1:3 und 3:5 in Rückstand gelegen, was auch daran lag, dass Nationalspieler Thomas Keinath überraschend beide Einzel verlor. „Schon in den Doppeln sind wir schlechter rausgekommen, als noch in der Vorrunde. Wenn man dann vorne keine Punkte holt, wächst der Druck natürlich“, sagt Schabacker. Doch diesmal war auf das hintere Paarkreuz Verlass. Also auf die Akteure, die häufiger im Schatten der Topspieler stehen.

Moral und Kampfgeist wurden belohnt

Dank einer starken Energieleistung hielten Schabacker und Julian Mohr  ihre Mannschaft im (Titel)-Rennen. Schabacker verkürzte auf 4:5, ehe Mohr nach drei abgewehrten Matchbällen und einem 13:11 im fünften Satz noch das Unentschieden in der Gesamtabrechnung rettete. „Moral und Kampfgeist der Truppe wurden belohnt. Jens war für mich der Spieler des Tages, weil er an drei Punkten beteiligt war“, freute sich der sportliche Leiter Sven Rehde. Im Titelrennen haben die Ober-Erlenbacher aufgrund des Spielverhältnisses (39:19 zu 39:31) die besseren Karten im Vergleich mit dem punktgleichen Verfolger aus Brackwede.

Steigerung gegen Berlin nötig

„Wir müssen uns in den nächsten Spielen vor allem spielerisch steigern“, fordert Hampl vor den beiden schweren Auswärtsaufgaben beim Tabellendritten Hertha BSC Berlin (am Samstag, 24. Januar) und Siek (31. Januar). Während die sportliche Leitung zur Vorsicht mahnt, sieht der Konkurrent den TTC schon am Ziel angekommen. „Ich gehe nicht davon aus, dass Ober-Erlenbach noch einen Punkt abgeben wird. Damit würden wir wohl Zweiter werden und ein weiteres Jahr dritte Liga spielen“, erklärt SVB-Abteilungsleiter Thorsten List. zin

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