Regionalliga Südwest

Volleyball: TuS Kriftel gerät ins Straucheln

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Fehlender Leistungsträger: Kapitän Dennis Kemmerer fällt wohl für den Rest der Saison aus.

Kriftel – Bis vor kurzem sah alles nach einem Durchmarsch zurück in die dritte Liga aus. Doch die Volleyballer des TuS Kriftel sind durch zwei Niederlagen in Folge unerwartet ins Straucheln geraten. Von Dirk Beutel 

Auf der Zielgeraden um die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest geraten die Volleyballer des TuS Kriftel auf einmal ins Taumeln. Nachdem die erste Mannschaft vergangene Woche überraschend gegen den direkten Konkurrenten aus Bliesen mit 3:0 verlor, folgte jetzt der nächste Nackenschlag – und das gegen den Tabellenvorletzten. Mit der bis dahin vermutlich schlechtesten Saisonleistung unterlagen die Krifteler gegen den VL Lahnstein mit 0:3 und das vor heimischen Publikum. Der bisherige Tiefpunkt eines bereits abzusehenden Leistungsabfalls. Damit ist die hart erkämpfte Tabellenführung futsch und die erste Niederlage daheim Realität.

„Es zeigt sich immer mehr, dass die personellen Schwankungen und die stetig wechselnden Startformationen im Spielbetrieb ihre Spuren hinterlassen haben“, sagt TuS-Sprecher Frank Bachmann. In der Tat musste Trainer Dariusz Haratym zuletzt mit einer Rumpfmannschaft arbeiten. Neben dem vermutlich für den Rest der Saison ausfallenden Kapitän Dennis Kemmerer fehlen auch verletzungsbedingt Philipp Pagels und Cajetan Richter. Auch der Einsatz von Mittelblocker Florian Bonadt  ist fraglich. Dazu kommt, dass Michael Kern, Tim Schön und Danny Schleuning wegen Krankheit nur teilweise oder gar nicht trainieren konnten. Keine idealen Bedingungen im Kampf um die Meisterschaftskrone.

Mangelndes Selbstvertrauen

Doch neben dem ausgedünnten Kader muss sich Haratym um ein weiteres Problem kümmern: Das mangelnde Selbstvertrauen und die hohe Fehlerquote seiner Mannschaft. Denn in dieser Verfassung werden die Krifteler kaum eine Chance haben, um ganz vorne mitzuspielen, geschweige denn um den Wiederaufstieg in die dritte Liga.

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Schon gegen Bliesen zeigte sich die Truppe von Haratym spielerisch und mental unterlegen. Und das, obwohl man gegen unter Druck stehende Bliesener frei und gelöst hätte aufspielen können.

Bachmann: „ Ohne die etatmäßigen Stammspieler ist Kriftel aktuell offenbar nicht konkurrenzfähig, und die scheinbare Ausgeglichenheit des Kaders muss überdacht werden.“ Jetzt gilt es: Entweder greift man in der Meisterschaft noch einmal an oder man begnügt sich mit der Etablierung in der vierthöchsten deutschen Spielklasse im Volleyball.

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