Mehr als nur ein Testballon

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Über die Brücke von Klein-Zimmern – wie hier beim „Heinerman“ 2011 – kommen die Athleten mit dem Rad auch beim „Römerman“.

Dieburg – Der Ironman hält Einzug in Dieburg. Unter dem Namen „Römerman“ feiert der Triathlon am 1. Juli Premiere in der Gersprenzstadt. Allerdings ist es kein Einzelwettkampf über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen, sondern ein Teamwettkampf. Von Jens Dörr

Sein Körperfettgehalt beträgt 6,6 Prozent, sein Ruhepuls 37. Im Jahr 2004 schwamm, radelte und lief er bei den Olympischen Spielen in Athen. Nun bringt der einstige Topathlet und Olympiateilnehmer Sebastian Dehmer – zusammen mit Bürgermeistersohn David Thomas – den Triathlonsport nach Dieburg: Am Sonntag, 1. Juli, ab neun Uhr feiert der „Suzuki Römerman“ seine Premiere in der Gersprenzstadt. Schon 440 Sportler in 40 Teams haben sich angemeldet.

Sebastian Dehmer (links) und David Thomas organisieren den „Römerman“.

Am Ende der Veranstaltung wird jeder Teilnehmer sagen können, an einem Triathlon über die Langdistanz, auch bekannt unter dem Markennamen Ironman, teilgenommen zu haben – allerdings in einem Elfer-Team. Die besten zehn kommen in die Wertung, ihre Zeiten werden addiert. Im Umkehrschluss absolviert jeder Athlet lediglich 380 Meter Schwimmen im Dieburger Freibad, 18 Kilometer auf dem Rad (zwei Runden à neun Kilometer via Semd und Klein-Zimmern) und 4,2 Kilometer Laufen in zwei Runden unter anderem durch den Dieburger Schlossgarten.

Die Vorfreude auf den Wettkampf ist Dehmer anzumerken, wenn er detailreich von seinen Planungen berichtet. Dann merkt man dem Griesheimer an, dass er schon etliche Wettkämpfe erlebt hat – mit guter wie schlechter Organisation. Als reinen Testballon sieht er die Erstauflage des „Römerman“ somit nicht: „Wir wollen die Veranstaltung in Dieburg in der deutschen Triathlonszene fest etablieren.“

Geld verdienen wollen der Ex-Olympionike Dehmer und Hobbytriathlet Thomas mit dem „Römerman“ nicht. Bei „50 zahlenden Teams“ plus die angestrebten Einnahmen aus dem Sponsoring würde allerdings die „schwarze Null“ stehen. Mit der Agentur „140.6 Team“ gaben sie sich vergangenes Jahr ein offizielles Dach. „Wir wollen den Ironman für jeden möglich machen und einen Wettkampf mit stimmungsvollem Ambiente bieten“, schildern beide ihre Motivation. Dafür suchen sie noch ehrenamtlich Helfer.

Für Thomas ist es zugleich eine Mitgestaltung des Sportszene seiner Heimatstadt. Dehmer kennt die Verhältnisse in und rund um Dieburg von etlichen Trainingsausfahrten, nahm 2011 außerdem am Dieburger Stadtlauf teil. Als Konkurrenz zu dem Lauf, der eine Woche später am 7. Juli stattfindet, sehen sie den „Römerman“ nicht. Aufgrund der kurzen Triathlondistanz ist die anschließende Regenerationszeit kurz.

Mehr Infos zum „Suzuki Römerman“ und Anmeldung unter www.1406team.com.

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