Spitzenspiel am Ostermontag

Macht sich der OFC gegen Elversberg selbst ein Ostergeschenk?

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Beim 5:1 gegen Spielberg gehörte auch Offenbachs Benjamin Pintol (Mitte) zu den Torschützen. Hier setzt er sich gerade gegen Phil Weimer durch.

Offenbach - Damit hat kaum noch jemand gerechnet: Die Offenbacher Kickers haben sich in Schlagweite zu den Aufstiegsrängen gekämpft. Damit wird die Partie gegen den Tabellenzweiten Elversberg zu einem echten Spitzenspiel. Von Peppi Schmitt

Der letzte Mittwoch war schon der zweite Neuanfang für die Offenbacher Kickers in diesem noch jungen Jahr. Am Vormittag gab das neue Präsidium bekannt, dass der eigentlich bis Juni laufende Vertrag mit dem ehemaligen Cheftrainer Rico Schmitt in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde. Damit ist eine kleine Ära zu Ende gegangen. Schmitt hatte beim OFC von Februar 2012 bis Januar dieses Jahres die sportliche Geschicke ziemlich erfolgreich geleitet, war erst in den Aufstiegsspielen am 1. FC Magdeburg gescheitert.

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Dafür dankte ihm der neue Geschäftsführer Remo Kutz noch einmal ausdrücklich. Am Nachmittag gewannen die Offenbacher dann ihr Spiel beim SC Spielberg deutlich mit 5:1. Und am Abend trug dann auch noch der hessische Rivale Hessen Kassel mit einem 1:0-Sieg beim SV Elversberg zum perfekten Tag bei. Für die Kickers bedeutet dies, dass das Heimspiel am Ostermontag (20.15 Uhr) gegen die Elversberger zum echten Spitzenspiel geworden ist, indem sich die Möglichkeit bietet mit einem weiteren Sieg tatsächlich noch einmal in die Nähe der Plätze, die zur Aufstiegsrelegation berechtigen, zu rücken. Der Rückstand auf den Zweiten Elversberg beträgt nur noch vier Punkte, mit einem Sieg kann der OFC sich und seinen Fans ein tolles Ostergeschenk bereiten. Die Kickers haben sich an den letzten Spieltagen regelrecht warmgeschossen für diesen Hit und sind in dieser Verfassung wieder ein echter Anwärter auf die Spitzenplätze.

Unter Oliver Reck läuft´s plötzlich

In den bislang fünf Spielen unter dem neuen Trainer Oliver Reck wurden in diesem Jahr dreizehn der möglichen fünfzehn Punkte geholt, dabei ein Torverhältnis von 13:3-Toren erreicht. Das ist mehr als respektabel und lässt alle Fans rund um den Bieberer Berg hoffen, dass es vielleicht doch noch klappen kann mit dem Aufstieg. Der OFC hat nun vieles wieder selbst in der Hand. In den nächsten drei Heimspielen kommen die drei Spitzenteams ins Sparda-Bank-Hessen-Stadion, erst am Montag der Zweite aus Elversberg, dann am 10. April Spitzenreiter Waldhof Mannheim, schließlich am 23. April auch der Dritte Eintracht Trier. Das können Fußball-Festtage werden. Und so nach und nach weicht die Skepsis, die dem neuen Trainer zu Beginn entgegen geschlagen war, neuem Optimismus, vielleicht sogar ein bisschen Euphorie.

Kleine Helden sind auch sehr wichtig

Der ehemalige Bundesliga-Torwart Oliver Reck hat es in jedem Fall geschafft, seiner Mannschaft einen Plan mitzugeben und sie auf den Punkt fit zu bekommen. Dabei ist es ihm gelungen, die Spieler auf seinem Weg der fortschreitenden Professionalisierung mitzunehmen. Dazu gehört auch, dass Reck nicht auf eine Elf festgelegt ist, sondern den allermeisten Spielern nicht nur das Gefühl gibt, dazuzugehören, sondern den breiten Kader auch nutzt. So wurden gegenüber dem 4:0 gegen Pirmasens beim 5:1 in Spielberg vier Positionen der Anfangsformation verändert. In beiden Spielen gab es auch kleine Helden: Gegen Pirmasens war es Robin Scheu, der innerhalb von acht Minuten einen Hattrick erzielte, in Spielberg war es Nikolaos Dobros, der zwar kein Tor schoss, aber dafür vier der fünf Treffer vorbereitete. Auch das sorgt für neue Begeisterung rund um die Kickers. „Ich glaube, die Mannschaft hat erkannt, was in ihr steckt“, sagt Reck.

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