Eishockey: Am 15. März starten die Playoffs um den Titel in der Zweiten Liga

Löwen warten in der ersten Runde noch auf den Gegner

Die Löwen Frankfurt sind für die Playoffs gerüstet. Die Tiefe und die gute Mischung des Kaders sollten in den nun entscheidenden Spielen um die Meisterschaft ein Vorteil sein. Von Uwe Lange

Frankfurt – Die Löwen Frankfurt stehen nach dem vergangenen Spieltag als Gewinner der Hauptrunde der Zweiten Eishockey-Liga fest und gehen als Favorit in die Playoff-Meisterrunde. Mit den Frankfurtern qualifizierten sich Titelverteidiger Bietigheim, die Towerstars aus Ravensburg, der ESV Kaufbeuren, die Lausitzer Füchse aus Weißwasser und die Überraschungsmannschaft der Saison, die Roten Teufel aus Bad Nauheim, für die am 15. März startende Endrunde.

Nachsitzen müssen noch vier Teams, die sich zuvor in den Pre-Playoffs gegenüberstehen. Die zwei siegreichen Teams stoßen noch zu den besten Acht: Kassel (7.) empfängt dabei Crimmitschau (10.), während Heilbronn (8.) auf Dresden (9.) wartet. Die Löwen als Klassenprimus schauen gespannt aus der Ferne auf die beiden Duelle, denn der schlecht platzierteste Sieger – somit nicht die Huskies aus Nordhessen – wird der Gegner im Viertelfinale sein. Dort braucht man aus den maximal sieben Begegnungen dann vier Siege, um ins Halbfinale einzuziehen.

„Ich tippe fast auf die Eispiraten aus Crimmitschau,“ wagt Löwen-Kapitän Adam Mitchell eine Prognose, „denn die spielten zuletzt bärenstark, haben uns im letzten Spiel der Hauptrunde noch einmal alles abverlangt“.

Er kann stolz auf seine Mitstreiter sein. Niemand in Frankfurt hätte zu Saisonbeginn einer derart gute Ausgangsposition erwarten können. Das Löwen-Rudel startete schließlich mit einem komplett runderneuerten Kader in die Spielzeit 2018/2019 und auch das finnische Trainer-Trio betrat Neuland im deutschen Eishockey.

„Jetzt geht es erst so richtig los“, fiebert Eigengewächs Marius Erk der fünften Jahreszeit entgegen, „auf die Playoffs arbeitest du doch das ganze Jahr hin.“

Wie für viele seiner jungen Teamkollegen wird es eine Standortbestimmung sein, inwieweit die Youngsters solchen Drucksituationen schon gewachsen sind. „Wir alten Hasen werden ihnen schon dabei helfen, ein Lewandowski, Breitkreuz oder auch ich haben schon die Erfahrungen gemacht, die wir nun weitergeben können“, sieht Mitchell nur positive Dinge aus den vielen flinken jungen Beinen in seiner Crew.

Die Löwen werden in Bestbesetzung das Viertelfinale angehen können. Coach Matti Tiilikainen wird die Qual der Wahl vom Torhüter bis zum Linksaußen haben. Zumal ihm auch fünf Importspieler zur Verfügung stehen, von denen aber immer nur deren vier auf den Spielberichtsbogen dürfen.

„Die Tiefe des Kaders sollte ein echter Vorteil bei einer langen Serie sein“, sagt der 22-jährige Bad Sodener Erk. Fragt man den Verteidiger nach dem härtesten Rivalen, wird sofort Vorjahresmeister Bietigheim genannt, „die in den letzten fünf Jahren immer im Finale standen, auch dreimal Meister wurden“.

Doch die Löwen wollen nur auf sich schauen, ihre Stärken wie jugendliches Draufgängertum, hohes Tempo und abgeklärte Routine in die Waagschale werfen und über die mannschaftliche Geschlossenheit punkten.

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