Playoff-Partie endet für die Frankfurter 4:5

Löwen verlieren gegen die Pinguins knapp und unglücklich

+
Zwei Gegner auf Augenhöhe, am Ende setze sich allerdings der amtierende Meister aus Bremerhaven, hier mit Tomas Schmidt (links) gegen Frankfurts Kyle Ostrow, durch.

Frankfurt  - Jetzt muss am Sonntag ein Sieg für die Frankfurter her, sonst ist die Saison vorzeitig vorbei. Mit 2:3 nach fünf Spielen liegen die Löwen in der „Best-of-7“-Serie gegen Bremerhaven im DEL2-Halbfinale im Rückstand. Von Uwe Lange

Nach einem hochdramatischen 4:5 in der Verlängerung (3:2; 0:1; 1:1; 0:1) steht der Aufsteiger aus Hessen nun mit dem Rücken zur Wand, kann nur mit einem Sieg zuhause am heutigen Sonntag das drohende Saisonaus abwenden. Ohne die gesperrten David Cespiva und Richard Gelke erwischten die Hessen den besseren Start und gingen durch Marc Schaub früh (3.) in Führung. Doch Bremerhaven glich binnen fünf Minuten aus, als die Löwen-Abwehr zu offen war. Doch noch vor dem Pausenpfiff gaben die Frankfurter durch Nils Liesegang (17.) und erneut Marc Schaub (20.) die Antwort. Im ausgeglichenen Mittelabschnitt auf Augenhöhe trafen nur die Pinguine durch ihren Torjäger Brendan Cook (23.), als die Löwen einen Moment der Unaufmerksamkeit zeigten.

Nick Mazzolini zeigt Nerven beim Penalty

Der letzte Abschnitt sah die Hessen im Vorwärtsgang, die Nürnberger Leihgabe Marco Pfleger ließ die Löwen vom Matchpuck zum Finaleinzug träumen (48.). Als die Frankfurter in der Schlussphase einen Penalty zugesprochen bekamen, hätte Torjäger Nick Mazzolini für seine Farben alles klar machen können. Doch der sonst so treffsichere US-Boy zeigte Nerven und fand in Ben Meisner seinen Meister. Und so kam es wie es kommen musste: Zwei Sekunden vor Schluss traf ausgerechnet der Ex-Frankfurter Marian Dejdar mit einem Verzweiflungsschuss direkt ins Löwen-Herz und eine Verlängerung wurde notwendig.

Löwen mit besserem Einstieg in die Verlängerung

Dort war dann die Dramatik kaum zu überbieten, jeder Tatort-Regisseur hätte sein Drehbuch nicht spannender schreiben können. Die Löwen waren zunächst das bestimmende Team, hatten die ersten guten Chancen. Aber sie fingen einen Konter der Pinguine, so dass deren Stürmer Tim Miller allein auf das Tor der Gäste fuhr. Die folgende Notbremse des Frankfurter Abwehrspielers bestraften die Schiedsrichter mit einem Penalty, den zweiten an diesem langen Abend.

Antti Ore hält Strafschuss

Aber auch hier blieb der Torhüter der Sieger im direkten Duell, der Finne Antti Ore entschärfte den Strafschuss in toller Manier. Die nächste Schrecksekunde ließ nicht lange auf sich warten, denn nach einem Abpraller vor dem Bremerhavener Kasten stießen deren Goalie Meisner und Löwen-Regisseur Nils Liesegang mit voller Wucht zusammen, der Pinguin-Fänger blieb regungslos nach dem K.o.-Treffer auf dem Eis liegen. Für beide Akteure war das Spiel beendet, denn während man Meisner mit der Trage wegbrachte, wurde Liesegang in die Kabine zum Duschen geschickt. In der folgenden fünfminütigen Unterzahl versuchten die Löwen mit allen verbleibenden Kräften einen weiteren Treffer des Teams von der Nordsee zu verhindern.

Doppelte Überzahl für die Pinguins

Als Nick Mazzolini seinen Kollegen etwas Luft verschaffen konnte und in das Abwehrdrittel der Pinguine eindrang, sahen die Unparteiischen dort einen unkorrekten Körperangriff des Löwen. Ganze 39 Sekunden benötigte nun das heimische Team, um die doppelte Überzahl zur Entscheidung zu nutzen, Pawel Dronias satter Distanzschuss schlug krachend im Frankfurter Gehäuse ein. Der Deutsch-Pole bescherte seinen Pinguinen somit den ersten Matchpuck, den Bremerhaven schon heute (18.30 Uhr) am Frankfurter Ratsweg verwandeln und nutzen will und der die Löwen in die vorzeitige Sommerpause senden würde.

Kommentare