Frankfurter Eishockey-Löwen wollen hoch hinaus

Erst gutes Eishockey, dann Erfolg

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Neu-Coach Tim Kehler erklärt, wie in Frankfurt in der kommenden Saison Eishockey gespielt werden soll.

Frankfurt – Tim Kehler heißt der neue Hoffnungsträger des Eishockey-Oberligisten Löwen Frankfurt. Der 42-jährige Kanadier steht in der kommenden Saison an der Bande des Aufstiegsaspiranten vom Main und bildet gemeinsam mit Manager Rich Chernomaz die sportliche Führung. Von Uwe Lange

Willkommen in Frankfurt Tim, was wissen Sie über die Mainmetropole und das heimische Eishockey?

Mit Löwen-Sportdirektor Rich Chernomaz habe ich in Ungarn für das dortige Nationalteam zusammenarbeitet. Er erzählte mir schon viel über Frankfurt: Die professionelle Organisation und über die sensationelle Stimmung der Fans. Frankfurt ist ein toller Standort, der enorm viel Potenzial hat und auch mir eine große Chance bietet.

Beschreiben Sie bitte den Trainer Tim Kehler!

Ich gelte als kommunikativer Typ, der mit den Spielern viel spricht, der viel Geduld hat, besonders mit den jungen Akteuren. Ich bleibe meiner Linie immer treu und versuche, mit allen Mitteln den Erfolg zu leben.

Wird es schwer im Schatten der Trainer-Ikone Chernomaz zu arbeiten?

Rich wird mir zwar im Trainingslager auf dem Eis helfen, ansonsten sich aber den vielfältigen Aufgaben des Managers widmen. Ich habe mir in Ungarn viel von ihm abgeschaut, habe aber auch meine Ideen und ein eigenes Profil.

War en Sie enttäuscht, als Sie erfuhren dass die Löwen „nur“ Oberliga spielen und nicht wie erhofft in der Zweiten Liga auflaufen?

Im ersten Moment sicherlich, jeder Sportler versucht immer höchstmöglich zu agieren. Aber die Aufgabe hat sich dadurch kaum geändert. Wir wollen – wo auch immer – gutes Hockey spielen, unser Publikum begeistern und sofort aggressiv auf den Puck gehen. Unser Ziel ist nun ganz klar der sportliche Aufstieg.

Die große Unbekannte im neuen Löwen-Team ist der Ungar Marton Vas, den kaum einer kennt. Sie haben ihn jedoch im Nationalteam trainiert, wie ist Ihr Eindruck?

Marton ist ein kompletter Spieler, der sowohl im Angriff als auch der Abwehr flexibel eingesetzt werden kann. Er besitzt eine außerordentliche Spielintelligenz, hat einen hohen Eishockey-IQ, wie wir sagen. Seine Stärken liegen im Überzahlspiel von der Blauen Linie, was ja in der letzten Saison nicht unbedingt eine der Stärken der Löwen war. Vas ist stark am Puck, sieht und liest das Spiel und bei ihm geht es immer schnell nach vorne. Seine internationale Erfahrung und die vielen Länderspiele mit Ungarn spürt man in jeder Situation.

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Wie lauten Ihre Ziele mit den Löwen?

Unser Ziel kann nur der Aufstieg sein. Ich will aber auch Spieler in ihrer Entwicklung weiterbringen. Ich möchte Leadership sehen, jeder soll Verantwortung übernehmen. In Phase eins der neuen Saison wollen wir gutes Hockey spielen, in Phase zwei dann erfolgreich auftreten.

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