Eishockey-Team aus Frankfurt will lange Bärte

Löwen starten in die Playoffs gegen Ravensburg

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Top-Torschütze Richie Mueller hat viel Erfahrung mit Playoffs und Bärten. Foto: Hübner

Frankfurt - Wenn im Monat März die Bärte der Eishockey-Spieler ins schier Unendliche wachsen, dann weiß der eingefleischte Fan des schnellsten Mannschaftssports: Es ist Playoff-Zeit! Gegner für die Frankfurter ist Ravensburg. Von Uwe Lange 

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Die fünfte Jahreszeit, wie sie oft auch von den Anhängern dieser Sportart genannt wird, soll dann bis Ende April die Massen elektrisieren, so auch die in Frankfurt, wenn man mit den Löwen sympathisiert. Der Aufsteiger vom Main hat sich früh und unerwartet klar für die Meisterrunde der besten Teams qualifiziert, durch einen fulminanten Endspurt mit acht Siegen in Folge sogar das lukrative Heimrecht im anstehenden Viertelfinale gesichert.
Dort werden die Ravensburg  Towerstars der Gegner sein, die als Fünfte die Runde beendeten und sich somit dem Viertplatzierten stellen müssen. Am Freitag, 13. März, beginnen die Spiele um den Meisterpokal der Zweiten Liga (DEL2) und die Löwen freuen sich schon heute auf das erste Match am heimischen Ratweg (19.30 Uhr): „Seit Donnerstag bereiten wir uns intensiv auf die kommenden Aufgaben vor, alles ist noch eine Spur härter und schneller als sonst im Training“, sagt Torjäger Richie Mueller. Der 40-fache Torschütze, der damit auch einsam und alleine die Liga-Wertung anführt, ist voller Tatendrang und positiver Anspannung, hofft auf eine weitere Leistungssteigerung seines Teams. „Unser Trainer Tim Kehler  stimmt uns akribisch auf den nächsten Gegner ein, der vor der Saison zu den Favoriten gerechnet wurde und sicher eine harte Nuss wird“, sagt er und sieht einer langen und spannenden Serie entgegen. Die wird aus maximal sieben Matches bestehen, denn vier Siege sind notwendig, um das Halbfinale zu erreichen.

Ravensburg gilt als heimstärkstes Team der Liga

Im bisherigen Saisonverlauf der Hauptrunde waren die vier Aufeinandertreffen zwischen Frankfurt und Ravensburg hart umkämpft, jeder Club konnte zwei Partien für sich entscheiden, in der Tordifferenz dieser Begegnungen sehen sich die Löwen mit einem einzigen Tor im Vorteil.

Ravensburg gilt als das heimstärkste Team der Liga, tritt aber dafür bei den Auswärtspartien oft auf der Stelle und lässt Mut und Engagement vermissen. „All das zählt jetzt nicht mehr“, sagt Richie Mueller und fügt hinzu: „Wir starten bei null und die Mannschaft wird siegen, die am heißesten ist.“ Der dreifache Deutsche Meister  mit den Eisbären  kennt die Gesetzmäßigkeiten der Playoffs. Die Löwen können die Spiele voraussichtlich mit dem besten Aufgebot angehen, da auch die lange verletzten Akteure wieder voll im Training stehen und außer Stürmer Norman Martens  (Handbruch) das komplette Programm bestreiten.

Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz der vier Förderlizenz-Spieler aus Nürnberg, die derzeit die Qualifikation für ihre Icetigers  bestreiten. Sollte das Daumendrücken aus Frankfurt für den Kooperations-Partner Erfolg haben und der die nächste Runde erreichen, werden wohl nur zwei Jungs aus der Noris den Löwen-Kader verstärken, wie aus Nürnberger Kreisen zu hören ist. Egal, die Bärte der Löwen sollen sprießen und das nicht nur für den sportlichen Erfolg: „Mein 17 Monate alter Sohn Nathan liebt es, den unrasierten Dad zu kraulen, für ihn kann der Bart gar nicht lange genug sein“, sagt Richie Mueller über seinen Sprössling und dessen Objekt der Begierde.

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