Niederlage erst in der Verlängerung

Löwen krallen sich Punkt in Bietigheim

+
Power Forward mit Torriecher: Löwen-Neuzugang Ken Magowan (links) hatte am Freitag seinen ersten Einsatz als Löwen. Hier im Zweikampf mit Bietigheims René Schoofs.

Frankfurt - Als erste Mannschaft in der zweiten Eishockey-Liga  haben die Löwen am Freitagabend Spitzenreiter Bietigheim Steelers einen Punkt entführt. Erst in der Verlängerung unterlagen die Lions. Von Uwe Lange

Die Löwen Frankfurt verbleiben weiter in der Erfolgsspur, wenn auch mit leichten Kratzern. Beim zuhause bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer  Bietigheim erbeuteten die Hessen einen Punkt durch das 2:2 nach 60 Minuten, mussten sich in der folgenden Verlängerung aber geschlagen geben. Die ersatzgeschwächten Löwen starteten etwas schläfrig, denn bereits nach zwölf Sekunden tauchte ein Steelers-Stürmer mutterseelenallein vor Frankfurts´ Torhüter Bryan Hogan  auf, der mit einer Glanzparade das frühe 0:1 gerade noch verhindern konnte.

Bietigheim nutzt Abstimmungsproblem

Durch diesen Weckruf ihres Goalies fand der Aufsteiger vom Main ins Spiel, agierte kompakt und aufmerksam, versuchte aus der stabilen Defensive seinerseits Akzente zu setzen. Das gelang auch bis zur 18. Minute, ehe Robin Just  für Bietigheim ein Abstimmungsproblem der Löwen-Abwehr prompt nutzte. Im zweiten Drittel schien sich das Spiel der ersten 20 Minuten fortzusetzen, bis Steelers-Star Justin Kelly aus dem Gewühl das 2:0 gelang und sich seine Farben wohl auf der Siegesseite wähnten.

Löwen beweisen Moral

Zu früh, denn die Löwen dieser Tage sind nicht mehr die Schießbude der Liga, wie noch am Anfang der Saison, kamen vier Minuten später durch Verteidiger Thomas Ziolkowski, der wieder einmal im Sturm aushalf, zum bis dahin glücklichen Anschlusstreffer. Jetzt waren die Löwen wirklich munter, wussten sogar den Ausfall ihres Torwarts Bryan Hogan zu verkraften, der in der zweiten Pause angeschlagen in der Kabine blieb. Ihn ersetzte Henning Schroth  mit Bravour, der fehlerfrei seinen Kasten im Schlussabschnitt sauber hielt. Dagegen musste sein Gegenüber fünf Minuten vor dem Ende hinter sich greifen, denn Christian Wichert  gelang mit einem satten Sonntagsschuss in den Winkel der inzwischen durchaus verdiente Ausgleich für das Team von Tim Kehler.

Einen Punkt gewonnen, nicht verloren

Der Jubel über den unerwarteten Punktgewinn im Ellental war bei Mannschaft und den über 200 mitgereisten Fans danach gleichermaßen groß. Den Zusatzpunkt verpassten die Löwen jedoch, als sie in der notwendigen Verlängerung eine Strafe zogen und die Überzahl durch den Ex-Nauheimer Jason Pinizotto  genutzt wurde. Löwen-Bändiger Tim Kehler bewertete den erzielten Punkt als Gewinn: „Nach dem 0:2 sind wir sehr gut zurückgekommen, jeder Akteur meines Teams hat für die sechs fehlenden Stammspieler mitgearbeitet, sich den Ausgleich somit auch verdient. Wir haben keinen Punkt verloren, sondern einen gewonnen.“

Nächster Gegner Riessersee

Ausruhen auf den kleinen Erfolg beim Spitzenreiter in Bietigheim können die Löwen nicht allzu lange, denn schon am Sonntag (18.30 Uhr) treffen sie am Ratsweg auf Altmeister SC Riessersee. Den Garmischern unterlag man am ersten Spieltag noch 2:4, hofft aber nun, aus der damaligen Niederlage die Lehren gezogen zu haben, sinnt am Main auf erfolgreiche Revanche. Dabei helfen soll der kanadische Neuzugang Ken Magowan, der sein Heimdebüt geben wird, den Langzeitverletzten Kyle Ostrow (Armbruch) ersetzt. Magowan blieb bei seinem ersten Auftritt in der Fremde an der Seite von Nick Mazzolini  und Marco Pfleger  noch etwas blass, hatte er doch erst zwei Trainingseinheiten Gelegenheit, die neuen Kollegen kennenzulernen.

Mehr zum Thema

Kommentare