Frankfurt gewinnt gegen die Huskies mit 2:1

Löwen zeigen, wer der König ist

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Löwe Patrick Schmid bringt den Torwart der Huskies ganz schön in Bedrängnis.

Frankfurt  - Um 21.49 Uhr brandete am Freitagabend unbeschreiblicher Jubel durch die Eissporthalle, denn der Deutsch-Kanadier Lanny Gare hatte soeben seine Löwen mit dem 2:1 in der Verlängerung zum Derbysieg  gegen die Kassel Huskies  geschossen. Von Uwe Lange

7000 Besucher – und damit Rekord-Kulisse in dieser Saison beim Treffen der beiden Top-Teams und Aufstiegsaspiranten aus Frankfurt und Kassel – verwandelten für kurze Zeit das Löwen-Gehege in ein Tollhaus. Schon vor dem Spiel sorgten unzählige Wunderkerzen und laute Gesänge für eine stimmungsvolle Gänsehaut-Atmosphäre am Ratsweg, zumal gut 600 Gäste aus Nordhessen ihr Team in die Mainmetropole begleiteten. Mit dem 2:1 nach Verlängerung (0:0/0:0/1:1/1:0) nach 64 dramatischen und temporeichen Minuten untermauerten aber die Löwen ihre Vormachtstellung in den diesjährigen Derbies, feierten dabei den siebten Sieg in Folge in den stets prestigeträchtigen Duellen.

Husky-Goalie Kai Kristian glänzte im Tor

Die Tore für das heimische Team erzielten Nils Liesegang (47. Minute) und Lanny Gare  in der vierten Minute der notwendigen Overtime in das von Husky-Goalie Kai Kristian  glänzend bewachte Gehäuse. Die wurde notwendig, da Kassel 47 Sekunden vor Schluss doch noch der Ausgleich in der dramatischen Schlussphase gelungen war, als die Huskies ihren Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen hatten und für ihren Mut belohnt wurden. Im Löwen-Tor stand erneut ein glänzend disponierter Björn Linda, während Coach Tim Kehler  nur auf den bis zum Saisonende ausfallenden Stürmer Roland Mayr verzichten musste. Revanchegelüste hatten die Spieler aus Nordhessen für deren sechs Niederlagen gegen die Südhessen in der Punktrunde angekündigt, sodass Trainer Jürgen Rumrich  die Zielsetzung präzise formulierte: „Wir wollen endlich einmal am Main gewinnen und nicht mehr mit leeren Händen heimfahren!“

Spannendes Match von der ersten bis zur letzten Sekunde

Von der ersten Sekunde an sahen die erwartungsfrohen Zuschauer ein spannendes Match, das beide Teams ohne großes taktisches Geplänkel und mit offenem Visier führten. Husky-Coach Rumrich ließ seine Schlittenhunde aus einer gut gestaffelten Defensive agieren, während sein Gegenüber Kehler seine Cracks angewiesen hatte, mit körperlicher Präsenz und hohem Tempo die Entscheidung herbeizuführen. Denen war aber zu oft eine gewisse Nervosität anzumerken, was sich besonders beim Abschluss der vorhandenen Torchancen zeigte. Am Ende waren dennoch die Löwen der verdiente Sieger, was Trainer Tim Kehler freudig kommentierte: „Das Spiel war so eng, wie es das Resultat besagt, Kassel hat in den vergangenen Monaten unter dem neuem Coach Rumrich stetig aufgeholt, uns das Leben richtig schwer gemacht.“ Am heutigen Sonntag geht es für seine Schützlinge direkt zum Rückspiel nach Kassel (18.30 Uhr), während am nächsten Dienstag (19.30 Uhr) der etablierte Zweitligist aus Kaufbeuren seine Visitenkarte am Ratsweg abgeben wird. Der dürfte in Frankfurt schon ums Überleben kämpfen, nachdem man in der Tabelle überraschend auf einen Nicht-Aufstiegsplatz abgerutscht ist.

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