Kehler-Truppe baut Siegesserie aus

Löwen im Wechselbad der Gefühle

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Richard Mueller mit dem 3:2-Siegtreffer beim SC Riessersee.

Frankfurt -  Gute Zeiten – schlechte Zeiten“ und damit ein Wechselbad der Gefühle erleben in diesen Tagen die treuen Eishockey-Fans der Löwen Frankfurt auf und abseits des Eises. Von Uwe Lange

Frankfurt – Während die Schützlinge von Coach Tim Kehler von einem Erfolg zum anderen eilen und ihre kleine Serie auf aktuell sieben Siege am Stück ausbauten, machte den Löwen die Ligen-Leitung der Zweiten-Eishockey-Liga (DEL2) einiges Kopfzerbrechen. Mit einem hart umkämpften 3:2 Sieg nach Verlängerung (0:1; 1:1; 1:0; 1:0) kehrten die Löwen Frankfurt von ihrem Gastspiel beim Altmeister SC Riessersee zurück. Wieder einmal war es der kleine Wirbelwind Richie Mueller, der seinen Farben nach 48 Sekunden der notwendigen Overtime mit einem fulminanten Sololauf in Garmisch den Erfolg sicherte und damit auch endgültig das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale. Zuvor waren in den vorangegangen 60 Minuten der regulären Spielzeit der schnelle Torjäger (36.) und sein Verteidiger-Kollege Henry Martens (42.) für die Hessen erfolgreich gewesen und verbesserten damit die beeindruckende Serie der Hessen.

Hiobsbotschaft erreicht Löwen im Mannschaftsbus

Am Nachmittag hatte die auf der Busfahrt nach Bayern befindlichen Löwen die Hiobsbotschaft erreicht, dass ihnen am „Grünen Tisch“ die drei Punkte aus der Heim-Partie gegen Crimmitschau (8:2) aberkannt wurden, bei der die Frankfurter einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatten. Der junge Stürmer Dennis Reimer war nach seiner dritten Disziplinarstrafe für dieses Match nicht spielberechtigt, jedoch in der Datenbank der Liga nicht als gesperrt gekennzeichnet. Die Löwen hatten daraufhin das Ligen-Büro in Neuss ob des fehlenden Eintrags angefragt und daraufhin schriftlich „Grünes Licht“ für dessen Einsatz bekommen. Als der dann auch spielte, kam es bald zu einer medialen Nachbetrachtung von Reimers Aktivitäten und des fairen Eingeständnisses der Ligen-Verantwortlichen für deren Mitschuld. In deren Konsequenz und mit einem salomonischen Urteil, das den Sport in den Vordergrund stellte, sollten die Löwen die drei Punkte behalten, aber einen finanziellen Obolus für ihr Fehlverhalten entrichten.

Crimmitschau sorgt für Aberkennung der Punkte

Das gefiel aber der sportlichen Leitung in Crimmitschau wenig, die eine Neubetrachtung in der nächsten höheren Instanz verlangte. Die hob dann auch das ursprüngliche Urteil auf, setzte die Löwen gemäß dem Verursacherprinzip an erste Stelle, betonte die Eigenverantwortung des Tabellenvierten aus Frankfurt in der unrühmlichen Geschichte. Umso erfreulicher, dass die Löwen dann abends beim Gastspiel in Garmisch zumindest zwei der drei mittags verlorenen Punkte zurück eroberten, die ihnen das Heimrecht in der am 13. März startenden Meisterrunde der besten Acht sichern. Zum Abschluss der Hauptrunde empfangen die Frankfurter am heutigen Sonntag (18.30 Uhr) mit den Bietigheim Steelers den unangefochtenen Klassenprimus der Liga am heimischen Ratsweg. „Besonders das Duell gegen Bietigheim wird uns nochmals richtig motivieren, sind die doch das einzige Team, gegen das wir in der regulären Saison bislang nicht siegen konnten“ gibt der kanadische Löwenbändiger Tim Kehler einen Vorgeschmack auf das Top-Spiel des Wochenendes, das vor sicherlich großer Kulisse stattfinden wird, denn seine Löwen erwarten weit über 5000 Besucher am heimischen Ratsweg.

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