Verpflichtung von Torwart Ian Gordon  sorgt für Jubel

Löwen setzen Beutezug mit Erfolg fort

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Löwe Patrick Schmid (links) versucht den Puck ins Netz vom Hammer Torhüter Christian Wendler zu versenken.

Frankfurt – Mit einem 12:1 gegen Hamm feierten die Löwen Frankfurt den nächsten deutlichen Heimsieg. Nach dem Spiel gab es weiteren Grund zur Freude: Die Verpflichtung der Torwart-Legende Ian Gordon. Von Uwe Lange 

Als Sportdirektor Rich Chernomaz  nach dem Presse-Talk ausnahmsweise zum Mikrofon griff und mit einem breiten Grinsen die Verpflichtung der lebenden Torwart-Legende mit der Nummer 34 verkündete, kam lauter Jubel im gutbesetzten VIP-Bereich des Frankfurter Eishockeyteams auf. Mit Ian Gordon (38) hatte sich Stunden zuvor das Fan-Idol des Lions-Meisterteams von 2004 bereit erklärt, ab sofort als Stand-by-Spieler für den „Fall der Fälle“ bereit zu stehen. Löwen-Manager Rich Chernomaz: „Wir haben weiterhin vollstes Vertrauen zu unseren beiden jungen Torhütern Braeden Johnson und Björn Linda, aber auch die könnten sich verletzen oder erkranken.“ Sein Trainer Tim Kehler ergänzt: „Die beiden Burschen machen einen Riesenjob, aber wir wollen unser Saisonziel Aufstieg auf keinen Fall durch plötzlich sich ändernde Umstände gefährden!“ Gordon wurde für die nun bald folgende Aufstiegsrunde lizenziert, bleibt aber auf Abruf in seiner kanadischen Heimat, wo er aktuell als Torwarttrainer tätig ist, nachdem er seine aktive DEL-Laufbahn im April 2013 eigentlich in Ingolstadt beendet hatte.

Im Herzen ein Löwe geblieben

Über 400 Spiele hat er für die damals noch als Lions firmierenden Frankfurter bestritten, war der Garant des größten Erfolges in der Geschichte eines mainischen Eishockey-Teams, die in der unerwarteten Meisterschaft in der damaligen Endspielserie gegen den haushohen Favoriten aus Berlin gipfelte. „Ich helfe hier gerne aus, falls denn Not am Mann sein sollte, im Herzen bin ich immer ein Löwe geblieben, will das die da wieder hin kommen, wo sie ohne Wenn und Aber einfach hingehören“, hatte der Fänger nicht lange überlegen müssen, als er die Anfrage seines alten Mentors und kanadischen Landsmannes Chernomaz bekam. Mit Harlan Pratt (35) soll ein weiterer Kanadier die Import-Spieler Chris Stanley oder Marton Vas bei Bedarf ersetzen, die absolute Schlüsselrollen im Kehler-Team innehaben und als große Führungspersönlichkeiten gelten. Der erfahrene Verteidiger konnte in über 150 DEL-Spielen überzeugen und glänzte zuletzt in der österreichischen Profiliga EBEL.

Das Spiel am Freitagabend und der 34. Sieg der Löwen in Folge rückte somit etwas in den Hintergrund und machte der fast euphorischen Tagesaktualität Platz. 3.400 Zuschauer hatten sich zuvor über die Tore von Chris Stanley (2), Clarke Breitkreuz (2), Marc Wittfoth (2), Fredi Gradl (2), Richard Mueller, Tim Ansink, Marton Vas und Marc Schaub gefreut, mit denen die Heimmannschaft ihre Tabellenführung weiter ausbaute. Am Sonntag geht es um 18.30 Uhr für Tim Kehler und sein Team an die Wedau zu den Duisburger Füchsen, die als einzige Mannschaft in allen bisherigen Spielen den Löwen das Leben schwerzumachen wussten und immer auf Augenhöhe mit den Frankfurtern agierten.

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