Wenigsten Gegentreffer der Liga

Löwen Frankfurt ziehen Zwischenbilanz in der DEL2

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In der Offensive läuft´s: Löwen-Torschütze Norman Martens jubelt.

Frankfurt - Das erste Drittel einer langen Saison in der Zweiten Eishockey-Liga ist für die Löwen Frankfurt fast absolviert. Die Länderspielpause gibt dem Club vom Main die Gelegenheit, nach 16 Spieltagen eine Zwischenbilanz zu ziehen. Von Uwe Lange

Das aktuelle Tabellenbild spiegelt die Saison-Prognosen der Fans und Experten wider, denn Vizemeister Bremerhaven liegt knapp vor Champion Bietigheim sowie den Mitfavoriten aus Frankfurt und Dresden. Das Team von Coach Tim Kehler mischte vom ersten Bully an kräftig mit, befindet sich direkt hinter dem Spitzenduo auf der Lauer, was auch so erwartet worden war. Der letztjährige Halbfinalist hatte im Sommer den ohnehin schon starken Kader noch einmal aufgepeppt, setzte sich am fünften Spieltag sogar an die Tabellenspitze, bis eine unerwartete Flaute den Angriff förmlich lähmte. In vier Spielen ohne Sieg gelangen den Löwen nur vier Tore.

Auf Tuchfühlung mit der Spitzengruppe

Aber die Truppe um Kapitän Patrik Vogl bekam rechtzeitig die Kurve und brachte sich mit vier Siegen in Folge bis zur Länderspielpause wieder in greifbare Distanz zu den beiden Topteams. Vogl sieht das realistisch: „Zu Beginn hatten wir Verletzungssorgen, waren lange Zeit immer noch in der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt im März und April kommenden Jahres. Unser Ziel ist es, dann in den Playoffs fit zu sein und dafür legen wir jetzt im Training die Basis, die auch manches Mal richtig weh tut“, erläutert der Mann mit dem „C“ auf der Brust die Startschwierigkeiten. Sein Trainer Tim Kehler weiß dies und sagte nach dem 4:3-Spektakel gegen die starken Ravensburg Towerstars: „Jetzt haben sich die Jungs die Pause redlich verdient“ und gab ihnen eine Woche frei bis zum heutigen Samstag.

Kris Sparre kommt zurück aufs Eis

Den Kanadier selbst zog es für ein paar Tage der Entspannung nach München, wo für ihn und Partnerin Sandy das Deutsche Museum, die Bavaria-Filmstudios und der Besuch der Fußball-Partie zwischen Bayern München und Arsenal London auf dem Programm standen. Danach wird der Trainer einen „Neuzugang“ begrüßen dürfen, denn Kris Sparre wird nach einem letzten ärztlichen Check am 16. November wieder aktiv aufs Eis dürfen. Der vor der Spielzeit als namhafteste Verstärkung geholte Deutsch-Kanadier konnte aufgrund einer Thrombose-Erkrankung noch kein Match bestreiten, soll das Löwen-Trikot nach den Auftaktbegegnungen in Kassel und daheim gegen Spitzenreiter Bremerhaven erstmalig überstreifen. Er könnte das i-Tüpfelchen im oftmals etwas stotternden Löwen-Motor sein, während die Defensive der Frankfurter schon jetzt eine Klasse für sich darstellt.

Die Abwehr ist das Aushängeschild

Die Abwehr um den stoischen Finnen Antti Ore im Tor erhielt bislang die wenigsten Gegentreffer der Liga, ist durch die Neuzugänge Mike Card, Felix Thomas und Matt Tomassoni läuferisch erheblich stärker geworden, wobei besonders Letzterer auch sein Offensiv-Potential abruft und schon an vierzehn Toren beteiligt war. Im Sturm weiß der 21-jährige Youngster Lukas Laub zu begeistern, der unbekümmert und frech sein Spiel macht, sogar in engen Situationen auf dem Eise steht und das Vertrauen erhält. Einzig die Zuschauerzahlen könnten am Ratsweg noch etwas besser sein, denn als der letztjährige Klassenprimus fiel man aktuell hinter Bremerhaven auf Rang zwei zurück, hofft aber auf Steigerungen durch die noch ausstehenden Derbys gegen Kassel und Bad Nauheim.

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