Viertelfinalspiele der Playoffs

Löwen Frankfurt verlieren 2:5 gegen Kassel Huskies

+
Kevin Maginot kämpft mit dem Löwen Nils Liesegang und Markus Keller um den Puck. 

Frankfurt/Kassel - Einen missglückten Start in die Meister-Playoffs erlebten die Löwen Frankfurt mit dem 2:5 im ersten Viertelfinalspiel bei den Kassel Huskies, liegen somit 0:1 in der Best-of-Seven-Serie zurück. Von Uwe Lange

Beide Mannschaften wirkten zu Beginn übernervös, ein geordneter Spielaufbau war selten zu erkennen. Kassel agierte aus einer kompakten Defensive um den guten Torwart Markus Keller, während die Löwen verständlicherweise ihr Heil auch nicht gerade in überfallartigen Hurra-Angriffen sondern mit kontrolliertem Spiel suchten. Husky-Kapitän Manuel Klinge traf fast mit dem Pausenpfiff (20.) zur bis dahin glücklichen Führung für die Gastgeber, während Frankfurt nur mit einem Lattenkracher des ehemaligen Kasselers Matt Tomassoni für Aufsehen sorgte. 

Ganze sieben Sekunden benötigte Kassel im Mitteldrittel um den Vorsprung durch seinen Top-Torjäger Jamie MacQueen auszubauen, als schläfrige Löwen das Bully verpatzten. Danach hätten die gut 500 mitgereisten Fans eigentlich sorglos die Heimreise antreten können, denn rein statistisch gesehen, sind ihre Löwen keine „Comeback-Kids“, gewannen letztmalig im Oktober 2015 ein Spiel, bei dem sie mit zwei Toren ins Hintertreffen gerieten.

Doch zunächst nutzte Frankfurts Youngster Dennis Reimer einen Abpraller zum Anschluss (30.) für die südhessischen Gäste, bevor Verteidiger Sören Sturm in Überzahl (40.) den alten Abstand wieder herstellte. In dieser der stärksten Phase der Huskies hielt Löwen-Goalie Tyler Plante seine Farben mit einigen tollen Paraden im Spiel, verhinderte die frühzeitige Entscheidung. 

Fotos: All-Star-Game der Löwen-Unterstützer

5.028 Besucher im nicht ausverkauften Stadion sahen das 2:3 der Löwen durch Nils Liesegang (44.), der aber kurz darauf die Großchance zum Ausgleich liegenließ, als er in Überzahl spielend, das leere Tor verfehlte. Überschattet wurde die Partie durch die schwere Knieverletzung von Dennis Reimer, der nach einem Check in die Kabine gebracht werden musste, für den die Saison wohl beendet sein dürfte. 

Ausgerechnet dem ex-Frankfurter Marco Müller war es vorbehalten die Entscheidung an diesem Abend herbeizuführen (55.), als er eine feine Kombination der Blau-Weißen gekonnt vollendete. Die bessere Chancenverwertung der Nordhessen demonstrierte auch Husky-Oldie Manuel Klinge, der mit seinem zweiten Treffer (56.) die verdiente Niederlage der Löwen besiegelte. Frankfurts Coach Rich Chernomaz zeigte sich vom klaren Ausgang enttäuscht, sah „den überragend haltenden Markus Keller“ als Vater des Kasseler Erfolgs, forderte von seinen Akteuren „die volle Konzentration über die gesamte Spielzeit ein“, die besonders in den Sekunden um die Pausen bei einigen Spielern offensichtlich abhanden kommt. 

Viel Zeit zum Wunden lecken bleibt seinen Cracks nicht, denn bereits morgen (18.30 Uhr) kommt es am heimischen Ratsweg zu Spiel zwei der Serie, das die Löwen zum Ausgleich nutzen wollen. Vor sicherlich großer Kulisse (Karten noch an der Abendkasse) müssen die Frankfurter aber ihre vielen Gelegenheiten einfach besser nutzen, die sogenannten „Specialteams“ in Über-/Unterzahl konsequenter und effizienter zu Werke gehen, um die Schlittenhunde an die Leine zu nehmen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare