4:6 im Viertelfinale der Playoffs

Löwen verlieren auch zweites Hessen-Derby gegen die Huskies

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Tor zum 4:3: Der Frankfurter Torschütze Richard Mueller spielt den Kassler Markus Keller aus

Frankfurt - Nur 48 Stunden nach dem deutlichen 2:5 bei den Kassel Huskies verlieren die Löwen Frankfurt auch die zweite Partie im Playoff-Viertelfinale, liegen nach dem heutigen 4:6 somit schon 0:2 in der Best-of-Seven-Serie zurück. Von Uwe Lange

Frankfurt konnte bis auf den verletzten Stürmer Dennis Reimer in Bestbesetzung antreten, war sichtlich bemüht, die deutliche Niederlage vom Freitag in Nordhessen vergessen zu machen. Die Löwen starteten auch furios, gingen bereits nach 28 Sekunden durch Lukas Laub in Führung, so dass sie die Eishalle erstmalig zum Kochen brachten.

Kassel egalisierte durch Thomas Merl schnell (6.), als die Huskies zum ersten Mal in Überzahl agierten. Frankfurt konnte das auch, ließ durch Nico Oprée (9.) in numerischer Überlegenheit das 2:1 folgen, als der sich eindrucksvoll vor dem Tor behaupten konnte und verwandelte. Auch der nächste Treffer entsprang diesem Muster (16.), Kris Sparre war der Mann der den weiteren Jubel auf den Rängen auslöste. Kassels Anschlusstreffer durch Carter Proft (19.) konnte die Begeisterung zunächst auch nicht stoppen, machte den Schlittenhunden aber Lust auf mehr für die Zeit nach dem Pausentee.

Der Mittelabschnitt sah die Nordhessen deutlich im Vorteil, zunächst folgte der Ausgleich durch Jens Meilleur (21.), dem Richie Mueller zwar für die Löwen in Unterzahl ein tolles Solo folgen ließ, er im Duell mit Kassels überragendem Torhüter Markus Keller Sieger blieb (23.).  Eric Stephan glich für seine Blau-Weißen erneut aus, als die Löwen wieder einmal die neutrale Zone freiließen, dann war es mit Jamie MacQueen der Top-Stürmer der Huskies, der Kassel erstmalig zur inzwischen verdienten Führung schoss.

Fotos: All-Star-Game der Löwen-Unterstützer

Die Zuschauer sahen auch weiterhin ein Kasseler Team, das auf mannschaftliche Geschlossenheit setzte, den viel zu vielen Einzelgängern der Löwen damit überlegen war, die sich dazu noch grobe individuelle Fehler erlaubte, oft taktische Anweisung einfach missachteten, selbst beim Wechseln patzten.

Wie am Freitag war es dann erneut Husky-Kapitän Manuel Klinge, der den Schlussakkord setzte (49.), als er einen Fehler von Löwen-Goalie Tyler Plante eiskalt nutzte. Löwen-Trainer Rich Chernomaz nahm bereits zwei Minuten vor dem Ende seinen Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, aber selbst da wirkten die Frankfurter eher planlos statt bissig.

„Wir spielen einfach nicht intelligent genug"

Da auch das Schiri-Team eine eher eigenwillige Interpretation des Regelwerks an den Tag legte, blieb es oft bei Unterzahl-Situationen für das Heimteam, die mit den kleinlichen Zebras ihre liebe Mühe und Not hatten. Noch nach dem Match erhielt der kanadische Löwen-Bändiger an der Bande eine Spieldauer-Strafe, die aber sein Mitwirken beim dritten Spiel in Kassel nicht verhindern wird. Der war natürlich mehr als unzufrieden: „Wie so oft erlauben wir uns zu viele individuelle Fehler, wir spielen einfach nicht intelligent genug, treffe falsche Entscheidungen!“

Am Dienstag werden seine Mannen nach dem 0:2 unter argem Druck stehen, hätten doch die Huskies nach einem weiteren Erfolg schon Matchpuck für das folgende Heimspiel der Frankfurter am Freitag (19.30 Uhr), dass schon den Saisonabschluss bedeuten könnte.

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