2:4-Pleite gegen den DEL-2-Meister

Löwen Frankfurt unterliegen gegen die Bietigheim Steelers

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Das ist er drin: Max Prommersberger (Mitte) trifft zum zum 1:2-Anschluss für Bietigheim. Frankfurts David Brine und Antti Ore (rechts) haben nur das Nachsehen.

Frankfurt - Eine erneute Niederlage mussten die Cracks der Löwen Frankfurt im Spitzenspiel der Zweiten Eishockey-Liga in der Frankfurter Eissporthalle hinnehmen. Von Uwe Lange

Gegen den amtierenden Meister aus Bietigheim gab es am Ratsweg ein 2:4 (1:0; 1:1; 0:3) nach 60 hochklassigen Minuten, in dem die Steelers ihre meisterliche Frühform unter Beweis stellten. Für das Team von Coach Tim Kehler waren nur Nick Mazzolini und Nico Oprée erfolgreich, dass damit die Wiedergutmachung für das zuletzt sieglose Wochenende verfehlte und die dritte Pleite in Folge kassierte. Beide Teams boten den nur 3888 Besucher tolles Hockey, bei dem die Löwen bis zur 24. Minute mit 2:0 in Führung lagen, dabei sogar in Unterzahl durch US-Boy Nick Mazzolini nach Richie Muellers Solo in Führung gingen. „Wenn du gegen ein Topteam wie die Steelers mit zwei Toren führst, darfst du nichts mehr anbrennen lassen“, haderte der kanadische Trainer der Frankfurter später mit seinen Schützlingen. Danach dominierte jedoch Bietigheim im Stile eines Champions, zeigte den ebenso stark spielenden Löwen gnadenlos die Grenzen auf, sowie die kleinen aber feinen Unterschiede die denen noch zu einem wahren Spitzenteam fehlen. Tolle Puckbehandlung, einstudierte Spielzüge, hohe Effizienz im Torabschluss waren die Merkmale des Spiels des zweifachen Meisters der vergangenen drei Jahre, den die Löwen so gerne beerben würden.

Schwieriges Spiel gegen Bad Nauheim

Tim Kehlers korrigierte dann auch die Aussage seines Trainerkollegen Kevin Gaudet, der auch „vom notwendigen Glück sprach, dass man in Frankfurt haben müsse, um dort bestehen zu können“. „Das hat sich Bietigheim verdient, da hart erarbeitet“, ließ er die Zuhörer wissen, deutete damit aber zaghaft an, dass seinen Farben vielleicht doch der letzte Wille und die Bissigkeit gefehlt hatten, um die vielen Chancen zu verwerten. Diese Eigenschaften werden aber am heutigen Sonntag (18.30 Uhr) in hohem Maße nötig sein, um das Hessen-Derby in Bad Nauheim positiv zu gestalten und nicht mit leeren Händen zurückzukehren. Vor sicherlich ausverkauftem Hause werden es die Löwen nicht einfach haben, die vierte Niederlage in Folge zu verhindern, einen Sturz von Rang drei der Tabelle nicht weiter fortzusetzen. „Ich erwarte ein hartes und aufregendes Match, aber wir werden dieses Mal unsere Chancen besser als zuletzt nutzen“, macht Löwen-Torjäger Richie Mueller seinen Farben große Hoffnungen auf einen Derbysieg, der bei den Anhängern immer doppelt zählt. „Die Löwen gehören zu den fünf stärksten Mannschaften der Liga, so dass uns eine schwere Aufgabe erwartet“, warnt Petri Kujala, der finnische Coach der Kurstädter seine Teufel-Crew vor dem ewigen Rivalen aus der Bankenmetropole.

Ore trifft Eintracht-Landsmann Hradecky

Der freut sich auf einen „finnischen Abend“ und ein Treffen mit seinem Landsmann Lukas Hradecky, der den spielfreien Sonntag seiner Eintracht nutzt, um die eisigen Torhüter-Kollegen Antti Ore (Löwen) und Mikko Rämö (Rote Teufel) zu besuchen, nachdem die ihm beim samstäglichen Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach die Daumen drückten. Frankfurts Antti Ore, der bekennender Eintracht-Fan ist, tat dies sogar im von Hradecky geschenkten Original-Trikot der Riederwälder mit der Aufschrift „Ore – 1“, wohl in der Hoffnung, auch nach dem Derby noch Hessens Nummer eins zu sein.

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