Etwa sechs Neuzugänge erwartet

Löwen tüfteln schon am neuen Spielerkader

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Keine Zeit für Traurigkeit: Trainer Tim Kehler stellt jetzt schon die Weichen im Spielerkader für die kommende Saison in der DEL2.

Frankfurt - Die Frankfurter Löwen wollen für die nächste Saison nicht viel ändern. Die meisten Leistungsträger bleiben in Frankfurt, dazu kommen noch sechs Neuzugänge. Vor allem auf hohe läuferische Fähigkeiten will Trainer Tim Kehler achten. Von Uwe Lange

 „Ich bin furchtbar stolz auf dieses Team“ waren die ersten Worte von Frankfurts Coach Tim Kehler nach dem Ausscheiden seiner Löwen gegen den amtierenden Meister aus Bremerhaven im Playoff-Halbfinale. Der 43-jährige Kanadier fand auch nach den Minuten der Enttäuschung wie stets die passenden Worte für eine tolle Saison des Aufsteigers, die vor Saisonbeginn niemand am Main so erwartet hätte.
Nach der verständlichen, aber nur kurzen Traurigkeit gingen die Verantwortlichen am Ratsweg schnell zur Tagesordnung über, die Planungen für die Spielzeit 2015-2016 sollen zügig vorangetrieben werden.

Viele bekannte Gesichter werden bleiben

So führte Kehler im Laufe der Woche seine Einzelgespräche mit dem kompletten Kader, da Sportdirektor Rich Chernomaz noch bis Ende April als Coach der ungarischen Nationalmannschaft unterwegs ist. Diese Gespräche dürften für den Großteil des aktuellen Teams erfreulich ausgefallen sein, wollen die Löwen doch mit den meisten Akteuren weiterarbeiten. Schon früh sicherten sich die Frankfurter die Dienste der Topleute wie Clarke Breitkreuz, David Cespiva, Richard Mueller oder Nick Mazzolini. Letzterem liegen aber auch Angebote von DEL-Teams vor, die er aufgrund einer Ausstiegsklausel bis Mitte August auch wahrnehmen könnte.

Andere Spieler des Kaders wie Kapitän Patrik Vogl oder Nils Liesegang haben noch Anschlussverträge, auch wollen die Löwen diverse bestehende Optionen wahrnehmen, so dass mit der Rückkehr von mehr als gut einem Dutzend bekannter Gesichter in der kommenden Spielzeit zu rechnen ist.

Sechs Neuzugänge sind geplant

Damit orientieren sich die Löwen an den beiden Finalisten aus Bietigheim und Bremerhaven, die sich durch jahrelange Kontinuität und Zuverlässigkeit ihre Vormachtstellung in der DEL2 erarbeitet haben, immer nur gering an den Stellschrauben drehten und punktuelle Veränderungen vornahmen. An der Bande wird sich nichts tun, da die Löwen Tim Kehlers Vertrag Anfang Januar verlängerten und auch sein Assistent Chris Stanley in seinem Debüt-Jahr zu überzeugen wusste, die beiden ein kongeniales Duo bildeten.

Ein halbes Dutzend Neuzugänge werden die Frankfurter unter Vertrag nehmen, die aber auch eine Lücke schließen müssen: Die Kooperation mit Nürnberg soll zwar laut Ice Tigers-Manager Martin Jiranek fortgesetzt werden, aber die dafür in Frage kommenden Spieler sucht der Franke derzeit noch, die eine ähnliche Qualität wie ein Marco Pfleger, David Elsner oder Marcus Weber aufweisen.

Kehler: "Wir wollen nicht viel ändern"

„Für die nächste Saison wollen wir nicht viel ändern, nachdem wie unsere Mannschaft in diesem Debüt-Jahr als Neuling aufgetreten ist. Allerdings wird es einige Verbesserungen in der Tiefe des Kaders geben und auch auf die läuferischen Fähigkeiten mit höherer Geschwindigkeit werden wir unser Augenmerk verstärkt richten“, gibt Kehler die Zielsetzung bekannt.

„Aber es sind einige neue Gesichter notwendig, die zu unserem Stamm stoßen werden und uns auf unserem Weg zu einem wirklichen Champion-Team helfen sollen.“

Unter den feststehenden Neuzugängen, die das Team verstärken, soll sich ein namhafter Neuzugang befinden, der bei den Fans große Freude auslösen dürfte, wie aus der Löwen-Gerüchteküche zu hören ist.

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