Playoffs in greifbarer Nähe

Löwen Frankfurt stürmen den Lausitzer Fuchsbau

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Frankfurts Kris Sparre (Mitte) setzt Joe Fallon, Schlussmann der Lausitzer Füchse, gehörig unter Druck. Auch Marius Schmidt (rechts) kann nur zuschauen.

Frankfurt - Einen Riesenschritt in Richtung Meisterrunde der besten acht Teams machten die Löwen Frankfurt durch einen 2:0-Erfolg bei den Lausitzer Füchsen. Von Uwe Lange

In Weißwasser kamen die Schützlinge von Trainer Rich Chernomaz vor 2052 Besuchern am Freitag zu einem hart umkämpften Arbeitssieg, der den auf Platz fünf liegenden Hessen die Chance auf Rang vier im Klassement beließ. Die Löwen ergriffen nach einer kurzen Phase des gegenseitigen Abtastens die Initiative, agierten druckvoll Richtung Fuchsbau. Als beide Teams je einen Akteur auf der Strafbank hatten, zeigte ausgerechnet Youngster Dennis Reimer dass der uralte Bauerntrick immer noch funktioniert (13.), fuhr ums Tor und erzielte die verdiente Führung für die Hessen. Der Mittelabschnitt begann mit einem Paukenschlag der Gäste: Einen Bilderbuch-Konter netzte Verteidiger David Cespiva (22.) mit der Rückhand ein, bewies mit seinem zweiten Saisontreffer, dass auch Abwehrspieler vor dem Tor eiskalte Vollstrecker sein können. Danach bestimmten viele Nickligkeiten immer wieder das Bild, gerade die Hausherren arbeiteten zu oft mit dem Schläger auch abseits des Spielgeschehens. Besonders die erste Sturmreihe der Löwen war davon betroffen, die mit Richie Mueller (33 Tore), Nick Mazzolini (19) und Nils Liesegang (13) für das Gros der Tore verantwortlich zeichnet. Alle drei mussten nach Verletzungen im Laufe des Spiels behandelt werden, konnten aber die Partie zu Ende bringen.

Zweites Zu-Null-Spiel für Torhüter Plante

Clevere Löwen behielten ihre taktische Disziplin auch im torlosen Schlussdrittel bei, bescherten dem starken Torhüter Tyler Plante sein zweites Zu-Null-Spiel der Saison, konnten sich auf der anschließenden siebenstündigen Heimfahrt auf das große Derby am heutigen Sonntag (18.30 Uhr) gegen den EC Bad Nauheim freuen. Dort benötigen die Frankfurter rein rechnerisch nur noch einen einzigen Punkt, um sich für die am 11. März beginnenden Playoffs direkt zu qualifizieren. Bei zwei ausstehenden Heimpartien, sechs Punkten Vorsprung und einer positiven Torbilanz eine Übung der leichteren Art, falls die Löwen nicht erneut ihrem Ruf der „Wundertüte“ gerecht werden. Aber das Team um die Gebrüder Breitkreuz blickt auch noch nach oben, da sowohl Plätze drei (Kassel) als auch vier (Ravensburg) wieder in Reichweite sind, die zum Heimrecht im Viertelfinale berechtigen. „Wir freuen uns total auf das Match gegen die Roten Teufel, unser Heimvorteil könnte den Unterschied ausmachen“ sagt Brett Breitkreuz, der ältere der beiden Deutsch-Kanadier vor dem Match gegen die Kurstädter. „Das ist eines dieser sogenannten Sechs-Punkte-Spiele und die haben schon immer Playoff-Charakter gehabt“ ergänzt der jüngere Bruder Clarke.

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