3. Spiel des DEL2-Finales gegen Ravensburg

5:6 nach 4:0-Führung! Löwen Frankfurt mit bitterer Heimpleite

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Ein intensives Spiel sahen die Zuschauer am Ostermontag in der Frankfurter Eisporthalle. Hier wird Löwe Leon Huettl von Maximilian Kolb verfolgt.

Nach drei von maximal sieben Finalpartien der Zweiten Eishockey-Liga (DEL2) steht es 2:1 für die Ravensburg Towerstars gegen die Löwen Frankfurt. Nach einer 4:0-Führung verloren die Löwen am Ostermontag noch 5:6.

Frankfurt - 48 Stunden nach dem überzeugenden 3:1-Erfolg am Bodensee wollte der Meister von 2017 dort ansetzen, wo man in Ravensburg nach 60 Minuten aufgehört hatte. Doch auch die Türme nahmen die dritte, oft wegweisende Begegnung einer Serie sehr ernst, waren extra schon am Ostersonntag an den Main gereist, um sich stressfrei und ausgeruht in Frankfurt zu präsentieren. Die knapp 6.300 Zuschauer in der nicht ausverkauften Eissporthalle sahen Löwen, die stürmisch in die Begegnung starteten, mit hohem Tempo die Gäste in die Defensive drängten. Lange Zeit gab es dennoch keine klaren Torchancen, je ein Pfosten- bzw. Lattentreffer auf beiden Seiten waren die magere Ausbeute der ersten fünfzehn Minuten. Doch ein Überzahlspiel für die Löwen brachte Jubel im weiten Rund: Brett Breitkreuz wurde glänzend vor dem Tor freigespielt und nutzte seine plötzlichen Freiheiten zum 1:0 für die Gastgeber (17. Minute) Mit der verdienten Führung für Frankfurt ging es ins Mitteldrittel, dass zu Beginn die beste Zeit der Towerstars sah, die aber einige gute Chance liegenließen. Das wird im Sport zumeist bestraft, die Löwen schüttelten kurz ihre Mähnen und setzten ihrerseits wieder Akzente. Eine doppelte Unterzahl der Ravenburger bestrafte zunächst David Skokan ( 32.) und nur 55 Sekunden später sein Kapitän Adam Mitchell mit dem 2:0 und 3:0. Nun tobte die Halle und die Euphorie nutzten die Löwen zum vierten Treffer, als David Skokan einen Penalty souverän verwandelte und damit seinen zweiten Treffer erzielte.

Grausames letztes Drittel für Frankfurt

Der Schlussabschnitt sollte eines der denkwürdigsten Kapitel der Löwen-Historie bringen, denn die Gäste erwachten aus ihrem Dörnröschen-Schlaf während die Frankfurter den des Gerechten ereilte. Das 1:4 (43.) und 2:4 (50.) nahm das Team von Matti Tiliikainen nicht wirklich störend wahr, zumal Lukas Koziol nur 16 Sekunden wieder auf ein beruhigendes 5:2 erhöhte. Doch der Schein trog, denn mit drei Treffern (53./57./60) kippten die Towerstars mit einem spektakulären Comeback die Partie und glichen zum 5:5 aus. Als sich schon alle Besucher und Spieler mit der notwendigen Verlängerung abgefunden hatten, traf Thomas Supin nur eine Sekunde vor der Sirene mit seinem Sonntagsschuss am Ostermontag in den Winkel des Löwen-Kastens, was unglaublichen Jubel hier, unglaubliche Ernüchterung dort auslöste. Schon am Mittwoch geht es mit Spiel vier der „best-of-seven“-Serie in Ravensburg weiter, während die Löwen in Partie fünf am kommenden Freitag am Ratsweg auf die Gäste vom Bodensee warten. Spielbeginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

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