9:0-Erfolg gegen Timmendorf

Löwen siegen gegen die Beach Boys

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Zusammenstoß auf dem Eis: Löwe James Jarvis (hinten) fährt den Timmendorfer Thorben Saggau um.

Frankfurt - Einen rundum gelungenen Einstand feierten die Löwen Frankfurt in der Qualifikation zur Aufstiegsrunde für die Zweite Liga:  Gegen den EHC Timmendorfer Strand gab es einen deutlichen 9:0 (1:0, 2:0, 6:0)-Sieg vor heimischer Kulisse. Von Uwe Lange

Für die Löwen waren Chris Stanley (2), Nils Liesegang (2), Richard Mueller (2), Tim Ansink, Marc Wittfoth und Clarke Breitkreuz vor fast 3200 Besuchern erfolgreich. Der Vizemeister aus der Nordgruppe stellte sich am Ratsweg als defensivstarkes und kompaktes Team mit einem überragenden Torwart Henning Schroth vor, das aber dem Tempospiel des West-Champions nur zeitweise gewachsen war.

Die Löwen surften nach Belieben durch die Reihen der Beach Boys, die beim Frankfurter Druck aber auf die Dauer nicht mithalten konnten. Löwen-Coach Tim Kehler hatte einmalig auf seinen gesperrten Kapitän Stephan Kreuzmann und Routinier Lanny Gare verzichten müssen, die aber von ihren jungen Kollegen gut ersetzt wurden. Er zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Prima, ein wirklich gelungener Start. Wir sind gleich auf Platz eins, da wollen wir auch bleiben, denn nur der lässt uns in die Aufstiegsrunde!“

Unter den zufriedenen Besuchern weilten mit Jason Young, Trevor Erhardt und Pat Lebeau schon einige der ehemaligen Lions-Ikonen, die am Samstag vor vollem Haus beim „Spiel-der-Legenden“ anlässlich des zehnten Jahrestags der Meisterschaft aufs Eis gingen.

Fehlende Bresagk-Unterschrift sorgt für Streit

 All die sportlichen Höhepunkte der Woche wurde jedoch überschattet vom schwelenden Gesellschafterstreit bei den Löwen, den die Beteiligten mit großem medialen Getöse in der Öffentlichkeit austrugen. Eine fehlende Unterschrift unter dem unbedingt notwendigen Kooperationsvertrag zwischen Hauptverein und der Betriebs-GmbH war der Auslöser der Animositäten.

GmbH-Mitgesellschafter Michael Bresagk weigert sich bislang aus den verschiedensten Gründen beharrlich, sein Autogramm unter den fertigen Vertrag zu setzen, während seine Mitstreiter Stefan Krämer und Andreas Stracke eine Einigung mit dem Chef des Stammvereins Frank Jüngst anstreben. Das Vertragswerk stellt wiederum die Grundlage für die Bewerbung der Löwen zur Zweiten Liga da, selbst wenn die sportliche Qualifikation im April erfolgreich war.

Frank Jüngst macht aus seinen Absichten kein Hehl: „Wir wünschen uns ein nachhaltiges, ganzheitliches Konzept für das Frankfurter Eishockey, sind sehr zufrieden mit dem aktiven Management der Löwen Frankfurt und ihrer Profimannschaft. Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung ist unserer Meinung nach jedoch eine Profi-GmbH, die über ausreichend Stammkapital verfügt. Ein neues Vertragswerk ist bereits ausformuliert, fertiggestellt und liegt zur Unterschrift vor. Wir erwarten, dass die bestehende GmbH die gewünschte Kapitalerhöhung umgehend durchführt. Sollte dies nicht gelingen, werden wir den vorbereiteten Kooperationsvertrag mit einer neuen Gesellschaft unterzeichnen, um die Zukunft des Löwen e.V. nicht zu gefährden.“

Am Sonntagabend treten die Löwen bei den Hannover Indians an.

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