Frankfurter schicken die Ravensburg in die Sommerpause

Löwen beißen sich ins Playoff-Halbfinale

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Ausgelassene Stimmung nach dem Sieg am Freitag gegen Ravensburg: Auf welches Team die Löwen Frankfurt im Play-Halbfinale treffen, steht noch offen.

Frankfurt  - Die Löwen Frankfurt haben es unerwartet früh und deutlich geschafft: Mit einem 5:2-Sieg bei den Ravensburg Towerstars zogen die Löwen mit 4:0-Siegen in der „Best-of-7“-Serie ins Halbfinale der DEL2-Meisterrunde ein. Von Uwe Lange 

Die Löwen begannen voller Tatendrang, man sah ihnen an, dass sie unbedingt die Entscheidung mit dem einen noch notwendigen Sieg zum Einzug in die Runde der vier besten Teams erreichen wollten. Auch Coach Tim Kehler  setzte auf die Offensive, für den pausierenden Verteidiger David Hajek  ließ er Stürmer Kyle Ostrow  zum Einsatz kommen, der damit sein erstes Playoff-Spiel absolvierte. Doch das erste Tor schossen die Ravensburger: Brian Roloff  überraschte den finnischen Löwen-Keeper Antti Ore  im Nachschuss (5. Minute).

Frankfurt nach egentreffer nur kurz geschockt

Die Frankfurter waren jedoch nicht lange geschockt, blieben weiter am Drücker und sahen sich belohnt. Der Deutsch-Kanadier Lanny Gare  war der Glückliche, der einen Abpraller eiskalt verwandelte, als er am schnellsten vor dem gegnerischen Tor schaltete (9.). Hin und her tobte das Spiel, hier spielerisch etwas überlegene Löwen gegen dort auf Konter wartende Towerstars, die damit aber Erfolg hatten. Eine ähnliche Situation wie beim vorangegangenen 1:0 sah erneut den Amerikaner Brian Roloff als Vollstrecker (15.) Gut 110 Sekunden später riss Dennis Reimer jedoch für die Löwen die Arme hoch, denn er blieb im zweiten Versuch gegen Ravensburg Goalie Matthias Nemec  der späte Sieger. Im zweiten Abschnitt setzte sich das muntere Duell fort, wobei das Heimteam zusehends Oberwasser bekam und das Match dominierte, was dem Frankfurter Coach überhaupt nicht schmeckte.

Löwen-Coach nimmt frühe Auszeit

Kehler nahm schon nach knapp der Hälfte des Spieles eine frühe Auszeit, um sein Team etwas wachzurütteln. Das schien bei seinen Mannen gefruchtet zu haben, denn kurz vor dem Pausenpfiff (40.) war es US-Boy Nick Mazzolini, der seine Farben erstmalig in Führung schoss. Das letzte Drittel bot für die Zuschauer Spannung pur, denn beide Mannschaften schenkten sich nichts, kämpften verbissen um jeden Zentimeter Eis, auch wenn dabei oft das spielerische Moment verloren ging. Verbissener gaben sich die Löwen und nach 55:09 Minuten war es die Leihgabe vom Kooperationspartner aus Nürnberg David Elsner, der die Vorentscheidung nach feiner Vorarbeit von Clarke Breitkreuz schaffte. Ravensburg musste nun alles auf eine Karte setzen, Torwart Nemec verlies schon vier Minuten vor Spielende zugunsten eines sechsten Feldspielers das heimische Eis, doch der Schuss ging prompt nach hinten los.

Nächster Gegner Bietigheim oder Bremerhaven?

Clarke Breitkreuz  (58.) machte alles klar, traf ins verwaiste Gehäuse zum 5:2. Danach Glückseligkeit pur bei den mitgereisten gut 400 singenden Fans aus der Mainmetropole, die sich nun auf eine spannende Halbfinal-Serie freuen dürfen, die am Gründonnerstag beginnen wird. Der Gegner der Löwen steht jedoch noch nicht endgültig fest, da die Partie Kassel gegen Landshut sich sehr eng gestaltet und mindestens ein weiteres Match erfordert. Siegen dort die Huskies wird es Bietigheim sein, kommt Landshut weiter, fahren die Frankfurter nach Bremerhaven. Sicher jedoch ist das erste Heimspiel der Frankfurter am Ostersamstag vor dann wohl vollem Haus, die weitere Partie am heimischen Ratsweg am Mittwoch (8.4.) nach Ostern.

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