Erfolgreicher Start in die Meisterrunde

Löwen bezwingen mit Blitzstart die Füchse

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Der Duisburger ist schon am Boden und Clarke Breitkreuz hat freie Bahn.

Einen mehr als geglückten Start in die Oberliga-Meisterrunde der sechs besten Teams feierten die Löwen Frankfurt und setzten sich sofort wieder auf Platz eins der Tabelle. Von Uwe Lange

Mit dem 5:1 (2:0/3:1/0:0) gegen die Füchse Duisburg knüpften die Schützlinge des kanadischen Coaches Tim Kehler dort an, wo sie vor Wochenfrist mit dem Kantersieg gegen Kassel aufgehört hatten. Die heimischen Torschützen bei einer grandiosen Fuchsjagd waren Clarke Breitkreuz (2), Marton Vas, Lanny Gare und Chris Stanley, die vor gut 2400 Besuchern in das Gästetor trafen.

„Duisburg auf keinen Fall unterschätzen“ hieß die Devise des Frankfurter Trainers vor dem Match gegen den Mitfavoriten von der Wedau, der seinen Löwen bislang als einzigstes Team wenigstens einen Punkt hatte abknöpfen können, um dann doch in der Verlängerung die Segel zu streichen. Kehler musste erneut auf die verletzten Angreifer Roland Mayr und Marc Schaub verzichten, setzte dafür seine etatmäßigen Abwehrrecken Nico Oprée und Tim Ansink im Sturm ein.

Vas trifft nach 22 Sekunden

Seine Schützlinge waren eifrig bemüht, von Beginn an die Anweisungen in die Realität umzusetzen, was mit dem Blitzstart durch den Ungarn Vas nach 22 Sekunden optimal gelang und durch den alles überragenden Breitkreuz nach einer Minute und 50 Sekunden mit dem wohl schon vorentscheidenden 2:0 ausgebaut wurde So war der 42-jährige Kanadier mit seinen Jungs auch mehr als zufrieden: „Heute klappte ganz besonders das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff mit großartigem Abschluss. Das war das Beste, was ich in dieser Saison von uns gesehen habe!“ Besonders der vierte Treffer, der wunderbar und auf engsten Raum durch den ersten Sturm mit Liesegang / Stanley vorbereitet und wiederum durch Breitkreuz eiskalt abgeschlossen wurde, riss die Mehrzahl des Publikums förmlich aus den Sitzschalen.

Keine ruhigen Weihnachtsfeiertage für die Löwen

 Während dann auch viele der Löwen-Gäste zufrieden den Heimweg antraten, um sich so langsam dem Weihnachtsfest zu widmen, sehen die Kufen-Cracks vom Main diesem eher gestresst entgegen. Mit immerhin vier Spielen in den kommenden acht Tagen sowie sieben Trainingseinheiten finden die Festtage der Löwen vorwiegend zwischen Bus und Eisfläche statt. Statt Weihnachtsgans und Klöße im Kreis der Familie, wird Pasta aus der Mikrowelle zwischen Herne und Hamm serviert, warten über 15 Stunden Autobahn-Fahrt im Doppeldecker auf das Rudel um Kapitän Stephan Kreuzmann. So gastieren die Frankfurter zunächst am heutigen Sonntag bei den Königsborn Bulldogs und treffen hierbei auf ihren ehemaligen Trainer Frank Gentges.

Wieder Hessen-Derby gegen Kassel

Höhepunkt der weihnachtlichen Festspiele ist jedoch das Heim-Match am kommenden Freitag, 19.30 Uhr, gegen den ewigen Rivalen aus Kassel, der nach den zweimaligen und klaren Derby-Niederlagen der Vorrunde auf Wiedergutmachung sinnen dürfte. Zwischen den Jahren rechnet der Spitzenreiter aus Südhessen mit einem neuen Rekordbesuch in dieser Saison und erwartet mit 7000 Besuchern eine stimmungsvolle Kulisse im dann ausverkauften Löwen-Käfig.

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