Unnötige Niederlage gegen den Tabellenvorletzten der DEL2

Löwen Frankfurt schlagen sich in Freiburg selbst

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Kein Durchkommen: Freiburgs Torwart Jonathan Boutin wehrt den Schuss von Lukas Laub (links) ab.

Frankfurt - Mit einer unnötigen 2:4-Niederlage im Gepäck kehrt Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt von der Partie bei Aufsteiger Wölfe Freiburg zurück und rutscht dadurch in der Tabelle auf Rang vier. Von Uwe Lange

Nach 40 Minuten und beim Stand von 0:2 hätte selbst der eingefleischteste Fan der Breisgauer nicht mehr an eine Wende geglaubt. Der Favorit aus der Mainmetropole beherrschte seinen Gegner souverän, zeigte von der ersten Sekunde, dass er seiner Rolle gerecht werden wollte. Coach Tim Kehler hatte kurzfristig noch auf seinen besten Torschützen Richie Mueller verzichten müssen, der aufgrund einer Verletzung pausierte. Dafür kam der Franko-Kanadier Stefan Chaput zum Einsatz, den die Löwen-Führung während der Woche als Neuzugang präsentiert hatte. Frankfurt erspielte sich Chance um Chance, drückte die defensiv eingestellten Gastgeber zurück in deren eigenes Drittel. Als dann Löwen-Angreifer Nick Mazzolini nach toller Vorarbeit von Clarke Breitkreuz das 1:0 in der 8. Minute erzielte, schien alles seinen normalen Gang zu nehmen, und auch Kris Sparres erster Saisontreffer in Minute fünfzehn deutete auf den erwarteten Ausgang hin.

Erinnerungen an den März 2014

Frankfurt hielt diesen Zwei-Tore-Vorsprung auch bis zum Beginn des Schlussabschnitts, ließ sich aber dann den möglichen dritten Sieg in Folge noch aus den Händen reißen. Plötzlich wurden Erinnerungen in Freiburg an den März 2014 wach, als man in der Aufstiegsrunde Frankfurts Serie von zuvor 49 Siegen in Folge beendete. Die Hochstimmung in der Franz-Siegel-Halle kehrte auf den damaligen Lautstärken-Pegel zurück, als man binnen 110 Sekunden zum Ausgleich egalisierte. Freiburg erinnerte sich in dieser Phase wohl an das 7:3 gegen Meister Bietigheim vor Wochen, als der Underdog für 60 Minuten über sich hinauswuchs.

Ex-Löwe trifft gegen seine alten Kollegen

Durch einen Strafschuss acht Minuten vor dem Ende gingen die Wölfe dann erstmalig in Führung, auf die Frankfurt keine Antwort mehr wusste. Dem Ex-Löwen Marc Wittfoth war es in den Schlusssekunden vorbehalten, seinen ehemaligen Kollegen mit dem Treffer ins längst verlassene Tor den Todesstoß zu versetzen. Wieder konnte Frankfurt einen vermeintlich sicheren Vorsprung nicht nach Hause bringen, obwohl man den Gegner im Griff hatte. Chance zur Wiedergutmachung haben die Löwen am Sonntag (18.30 Uhr), wenn zu Hause am Ratsweg die Starbulls aus Rosenheim gastieren.

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