Frankfurter starten mit 7:2-Erfolg in Herne in die Saison

Mission Aufstieg hat für die Eishockey-Löwen begonnen

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Patrick Schmid (rechts) im Zweikampf mit Hernes Thomas Dreischer.

Herne –  Mit einem 7:2-Sieg in Herne sind die Frankfurter Eishockey-Löwen in die Saison gestartet. Am  Sonntag sind die Eisbären aus Hamm im Löwen-Gehege. Von Uwe Lange

Einen gelungenen Auftakt in die neue Oberliga-Saison feierten die Löwen Frankfurt . Mit dem 7:2 (3:1/0:1/4:0) beim Herner EV kam das Team des neuen Trainers Tim Kehler zu den erwarteten drei Punkten. Beim Neuling aus dem Ruhrpott trafen Marc Schaub (2), Richard Mueller, Chris Stanley, Roland Mayr, Patrick Schmid und Clarke Breitkreuz. Vor 1600 Besuchern, darunter gut 500 mitgereiste und stimmungsvolle Fans aus der Mainmetropole, zeigte der Aufstiegsaspirant nur im Schlussabschnitt den Unterschied zwischen einem Spitzenteam der Liga und einem Aufsteiger auf.

Aufstieg ist das Saisonziel

„Wir haben nur ein Ziel, den Aufstieg in die Zweite Bundesliga“, gab Löwen-Manager Rich Chernomaz die Devise für die kommenden sieben Monate aus, denn noch ein Jahr Oberliga können sich die ambitionierten Frankfurter mit ihrem zahlreichen Anhang auch wirtschaftlich nicht antun. Deshalb kalkulieren die Verantwortlichen vom Main für die Vor- und Hauptrunde eher defensiv mit durchschnittlich 2500 Besuchern am Ratsweg, obwohl sie bereits 1742 Dauerkarten an die treue Kundschaft verkauften – ein neuer Rekord. Für den 22 Mann starken Kader stehen ein Budget von zirka 700.000 Euro zur Verfügung, der erwartete Umsatz der GmbH dürfte die 1,5-Millionen-Euro-Grenze in dieser Spielzeit überschreiten.

Trainer erwartet einen stetigen Prozess

Für den kanadischen Coach Kehler sind das fast unglaubliche Zahlen: „Die Möglichkeiten in Frankfurt stimmen mich optimistisch, ich habe in den sieben Wochen seit ich hier bin, ein sehr gutes Gefühl erhalten.“ Der Mann aus Victoria strahlt selbst viele positive Signale aus, will aber seiner Linie treu bleiben und die ersten Spiele zum Ausloten seiner Möglichkeiten und Varianten mit dem aktuellen Kader nutzen. „Ich brauche kein Team, das im Oktober alles zeigt, sondern im April, wenn es in die heiße Phase der Saison geht“, weiß der 42-jährige um die Hochs und Tiefs einer langen Spielzeit. Kehler erwartet einen stetigen Prozess, dessen Dauer nicht exakt vorhersehbar ist, aber mit den erhofften Aufstiegsspielen Ende März 2014 seinen sportlichen Höhepunkt erreicht. Auch sein Vorgänger Martin Jiranek, inzwischen Sportdirektor des DEL-Clubs in Nürnberg, wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg und erwartet die Löwen in der nächsten Spielzeit in der Zweiten Liga.

Heimspiel gegen die Eisbären

Am  Sonntag treffen die Löwen am heimischen Ratsweg auf die Hammer Eisbären, die nach einigen namhaften Neuzugängen als Geheimfavorit gelten und sich hinter den großen Drei aus Kassel, Duisburg und Frankfurt einordnen wollen, was ein überraschender Punktgewinn gegen die Huskies dokumentiert. Im Rahmen eines Familien-Tags und daher zu früherer Stunde – um 16.30 Uhr ist bereits Spielbeginn –, erwartet die Besucher des Spiels ein buntes Programm für Jung und Alt, an dessen Ende ein weiterer Erfolg des Heimteams stehen sollte.

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