5:3 Heimsieg

Löwen Frankfurt siegen in letzter Sekunde

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Ken Magowan von den Frankfurter Löwen sorgt für Jubel nach seinem 5:3-Treffer.

Frankfurt - Mit einem schmeichelhaften und glücklichen 5:3 (2:0, 1:3; 2:0) Last-Minute-Erfolg gegen den ESV Kaufbeuren kehren die Löwen Frankfurt nach zwei vorangegangen Heimpleiten zurück in die Erfolgsspur. Von Uwe Lange

Die Tore von Nils Liesegang (1.), Richard Mueller (12.) und dem dreifachen Schützen Ken Magowan (35. und zweimal 60.) versöhnten die gut 3.600 Besucher für die eher dürftigen Darbietungen der Vorwochen. Löwen-Coach Tim Kehler hatte sein derzeit bestes Aufgebot gegen den Tabellenvorletzten aus dem Allgäu ins Rennen geschickt, hatte doch der DEL1-Kooperationspartner aus Nürnberg mit David Elsner, Marco Pfleger und Andreas Schwarz gleich drei seiner Akteure nach Frankfurt abkommandiert. Seine Löwen erwischten gleich einen Bombenstart, gingen bereits nach 36 Sekunden nach einem groben Abwehrpatzer der Gäste in Führung.

Als Flügelflitzer Mueller diese schon bald ausbauen konnte, schien alles für einen klaren Erfolg des Heimteams zu sprechen. Doch wie in den Wochen zuvor, danach ein merkwürdiger und fast unerklärlicher Bruch im Löwen-Spiel. Nachlässigkeiten schlichen sich ein, anfängerhafte Fehler im Spielaufbau häuften sich und auch das Engagement einzelner Akteure ließ nichts Gutes erahnen. So kam es wie es kommen musste, aus einem 2:0 und einem zwischenzeitlichen 3:1 wurde ein 3:3, als man schwache Kaufbeurer zum Toreschießen förmlich einlud und großzügig vorweihnachtliche Geschenke verteilte.

Spannung in der Schlussphase

Das unansehnliche Match zweier gleichwertiger Mannschaften sollte erst in der Schlussphase zumindest an Spannung zunehmen, als die Löwen 55 Sekunden vor dem Ende in Überzahl spielen konnten, als sich der Tabellenvorletzte eine völlig unnötige Strafzeit erlaubte. Hier sollte die Partie durch einen einstudierten Spielzug entschieden werden, der tags zuvor im Abschlusstraining noch mehrere Dutzend Mal geübt worden war. Frankfurts´ Held hieß dann Ken Magowan, der 20 Sekunden vor dem Spielende zum Matchwinner seiner Löwen wurde, als er einen Musterpass von Nils Liesegang nur noch abfälschen musste.

Der Kanadier durfte sogar nochmals nachlegen, als die Allgäuer ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten und er ins leere Tor zum mehr als glücklichen Endstand traf. Das Fazit von Löwen-Bändiger Tim Kehler fiel dementsprechend gedämpft positiv aus: „Im zweiten Drittel hatte ich lange kein gutes Gefühl, obwohl wir schon 2:0 und 3:1 führten. Am Ende entschied die Qualität im Überzahlspiel das Match. “

Schon am Sonntag haben es seine Löwen mit Tabellenführer Bietigheim zu tun, der einsam und alleine in der sonst so ausgeglichenen Liga seine Kreise zieht und sich mit sage und schreibe 19 Punkten Vorsprung als Klassenprimus präsentiert. Damit die Löwen beim heimstärksten Team nicht unter die Räder geraten, haben sich weit über 600 Fans aus der Mainmetropole zur Unterstützung ihrer Cracks angesagt. Die Fanbeauftragten der Frankfurter haben zu einer gemeinsamen Fahrt der Fanclubs aufgerufen und zehn Busse mobilisiert, die sich auf den Weg in den Süden machen werden.

Da auch viele Privatfahrer „Alle in Weiß“ und mit gesponserten Nikolaus-Mützen den 3. Advent zu einem Heimspiel für ihr Team machen wollen, ist mit einer stimmungsvollen Kulisse in Baden-Württemberg zu rechnen.

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