2. Spiel des DEL2-Finales gegen Ravensburg

3:1 - Löwen Frankfurt gleichen aus!

Im zweiten von maximal sieben Finalspielen der Zweiten Eishockey-Liga (DEL2) konnten die Löwen Frankfurt in Ravensburg einen 3:1-Erfolg verbuchen, glichen die Serie zum 1:1 aus. Von Uwe Lange

Frankfurt - Die 3.418 Zuschauer in der seit Tagen restlos ausverkauften CHG-Arena sahen Löwen, die ihre 3:5-Heimniederlage vom Gründonnerstag vergessen machen wollten. Die Towerstars, letztmalig Zweitligameister in 2011, wollten jedoch dort ansetzen, wo man Frankfurt in Partie eins so einige Kopfzerbrechen bereitet hatte. Beide Teams boten im ersten Abschnitt ein temporeiches, offenes Match, die Verbissenheit dominierte, die vielen Zweikämpfe ließen selten gute Chancen zu. Als alle Besucher sich schon mit dem 0:0 zur Pause angefreundet hatten, war es Frankfurts Verteidiger Tim Schüle, der es krachen ließ. Sein Schlagschuss in Überzahl (19. Minute) rauschte an Freund und Feind vorbei zur Löwen-Führung in die Maschen.

Konter aus dem Eishockey-Lehrbuch

Das zweite Drittel dominierten die Löwen, ließen zunächst genau wir ihre Gegenüber aber ein paar gute Gelegenheiten liegen, zumal auch beide Torhüter sehr aufmerksam waren, den Kasten sauber hielten. Doch dann wurde Frankfurts Slowake David Skokan aus der Abwehr großartig auf die Reise geschickt, der sein Solo gekonnt und cool vollendete (37.), das 2:0 buchte. Die Führung war nun mehr als verdient, auf der Anzeigentafel wurde der tatsächliche Spielverlauf korrekt wiedergegeben. Jetzt standen die Puzzle-Städter mit dem Rücken zur Wand, mussten alles auf die letzten 20 Minuten setzen. Die Löwen befreiten sich oft nur mit Mühe, behielten aber kühlen Kopf bei den zahlreichen Angriffen. Obercool dann jedoch dass 3:0 nach einem Konter aus dem Eishockey-Lehrbuch: David Skokan eilte auf und davon, sah seinen Mitspieler Matt Pistilli völlig frei und der hatte es leicht am langen Pfosten den Rest zu besorgen (47.) In der Halle wurde es sehr still, doch in Minute 54 kam dann Bewegung in die Menge, denn Kilian Keller traf zum 1:3 nach einem präzisen Schuss, der für Ilya Andryukhov nicht zu halten war. Und wie 48 Stunden zuvor, nahm wieder der Heimtrainer seinen Torhüter früh zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, nur in diesem Fall war es Rich Chernomaz der alles wagen musste, aber nichts mehr ändern konnte. Während die gut 400 mitgereisten Löwen-Fans jubelten, tauschten die Akteure noch einige verbale Freundlichkeiten aus, um sich für die kommende Partie zu verabreden. Schon am Ostermontag geht es mit Spiel drei der Serie in Frankfurt weiter, wenn die Löwen in der heimischen Eissporthalle am Ratsweg auf die Gäste vom Bodensee treffen, Spielbeginn ist dann um 18.30 Uhr.

Rubriklistenbild: © Archiv-Bild-Jan Hübner

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