Siebter Sieg in Folge

Löwen brüllen Landshut mit 6:3 nieder

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Da grinst er: Richard Mueller trifft zum 3:0 für Frankfurt gegen Landshuts Schlussmann Tyler Weiman.

Frankfurt - Bombenstart für die Frankfurter Löwen  ins Jahr 2015: Mit einem 6:3-Erfolg über das Traditionsteam des EV Landshut und dem siebten Sieg in Folge belohnen sie sich mit dem dritten Platz der DEL2. Von Uwe Lange

Mit einem krachenden Feuerwerk feierten die Cracks der Löwen Frankfurt einen gelungenen Start in ihr Sportjahr 2015 in der Zweiten-Eishockey-Liga (DEL2). Gleich sechs laute Böller schlugen in das Gehäuse des EV Landshut ein, während der selbst nur kurzfristig drei Wunderkerzen zum Glimmen bringen konnte.
Über 5100 Besucher wollten am Ratsweg das Match des zuletzt so erfolgreichen Zweitliga-Neulings gegen den zweimaligen Altmeister aus Niederbayern verfolgen, hofften auf den weiteren Ausbau der kleinen Siegesserie auf dann sieben Erfolge. Beim 6:3-Sieg (3:0; 1:1; 2:2) der Löwen ließen sich Ken Magowan, Nick Mazzolini, Richie Mueller, Clarke Breitkreuz, David Elsner und Marc Schaub  (der sogar in Unterzahl) feiern, die ins Gäste-Tor trafen.

Ken Magowan zurück im Kader

Trainer Tim Kehler  hatte sein Erfolgsteam kaum verändert, nur Ken Magowan kehrte in den Kader zurück, während Norman Martens mit Grippe aussetzen musste. „Spielt einfach, geht aggressiv in die Zweikämpfe und lasst den Puck laufen“ war die Parole nach dem kräfteraubenden Programm über die Feiertage und dem siebten Spiel in nur 15 Tagen. Seine Jungs beherzigten die Anweisungen ihres Dompteurs, gingen früh im ersten Abschnitt binnen 148 Sekunden mit 3:0 in Führung, behielten dann diesen Abstand bis Ende des Spiels bei, nutzten hocheffizient die sich bietenden Chancen, besonders die bei numerischer Überlegenheit.

Bejubelt seinen Treffer zum 5:1: Clarke Breitkreuz.

„Vier Überzahl-Tore sprechen eine deutliche Sprache für die im Training geleistete Arbeit und die dort einstudierten Spielzüge. Ich bin mit dem Auftakt 2015 mehr als zufrieden“, lautete das Fazit des Kanadiers an der Löwen-Bande. Tim Kehler konnte doppelt zufrieden ins gut gefüllte Stadionrund strahlen, nutzten die Frankfurter doch ihre Vertragsoption und verlängerten den Kontrakt mit dem sympathischen Trainer vorzeitig um eine weitere Saison. Sportdirektor Rich Chernomaz  zu den Gründen: „Tim hat den vergangenen 18 Monaten einen tollen Job gemacht, der uns in die Zweite Liga führte. Trotz einiger Anlaufschwierigkeiten, die vorwiegend auch im extremen Verletzungspech des Teams begründet waren, hat er immer einen kühlen Kopf bewahrt und an seinem Konzept festgehalten“, freut sich der Manager über die Zusage seines kanadischen Landsmannes.

Antti Ore bleibt bis Monatsende

Gleichzeitig gab es einen positiven Anruf aus Finnland: So darf Leih-Goalie Antti Ore  bis zum 31. Januar in Frankfurt bleiben, den noch verletzten Stamm-Torwart Bryan Hogan weiterhin ersetzen. Der Mann aus Helsinki machte seine Sache bislang ausgesprochen gut, seine fast stoische Ruhe und Fangsicherheit haben den 35-Jährigen in kurzer Zeit zu einem der Publikumslieblinge der Löwen-Gemeinde werden lassen und waren Garant für die jüngste Erfolgsgeschichte des Teams vom Main. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt dem aktuellen Tabellendritten nicht, denn schon am heutigen Sonntag geht die Terminhatz mit dem Spiel in Ravensburg weiter. Dort hatten die Löwen den ersten Vergleich bei den als heimstark geltenden Towerstars gewonnen, für die erste große Überraschung der Saison gesorgt. Am Dienstag (19.30 Uhr) gastiert dann mit den Eispiraten aus Crimmitschau ein undankbarer Gegner in der Löwen-Höhle, gegen die es in den bisherigen Vergleichen Sieg und Niederlage gab, obwohl sich die Sachsen im hinteren Drittel der Tabelle wiederfinden.

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